Klagearten

Leistungsklage: Klageart, Antrag und Abgrenzung in ZPO und VwGO

Die Leistungsklage ist die häufigste Klageart im Zivilprozess: Sie zielt auf ein Tun, Dulden oder Unterlassen des Beklagten und führt zu einem vollstreckbaren Titel. Dieser Leitfaden erklärt den bestimmten Antrag, die Klage auf künftige Leistung, die allgemeine Leistungsklage im Verwaltungsprozess und die Abgrenzung zur Feststellungsklage – und wie AnwaltGPT Kanzleien bei Recherche und Entwurf unterstützt.

30 Anfragen kostenlos · keine Kreditkarte · Hosting im EWR

Amtliche Rechtsquellen

Über 6.000 Bundesgesetze und -verordnungen und mehr als 80.000 Gerichtsentscheidungen – live recherchiert und mit Fundstellen belegt. Alle Quellen im Detail

Bundesgesetze und Verordnungen
Rechtsprechung
Österreich und Schweiz
Zitatprüfung
Websuche (optional)
Ihre Wissensdatenbanken

So funktioniert AnwaltGPT

Nicht nur Analyse. Ein Arbeitsraum für juristische Aufgaben.

AnwaltGPT bündelt Recherche, Fallkontext, Dokumentenarbeit, Kanzleiwissen und Integrationen in einer Plattform. Die KI arbeitet nicht isoliert auf einer Datei, sondern mit dem Kontext, den Ihre Kanzlei für saubere juristische Arbeit braucht.

Outlook & E-Mail KI
Spezialisierte Assistenten
Kanzlei-Wissensdatenbanken
Mandantenportal & Rechte
Recherche

Rechtsfragen fundiert bearbeiten

Deep Research, juristischer KI-Chat und Quellenbezug helfen dabei, Rechtsfragen zu strukturieren, Argumente zu prüfen und Ergebnisse nachvollziehbar weiterzuverwenden.

Fallkontext

Mandate, Akten und Wissen verbinden

Fälle, Wissensdatenbanken, Vorlagen und Kanzleidokumente werden zu einem Arbeitskontext, auf den spezialisierte KI-Assistenten zugreifen können.

Dokumente

Entwürfe erstellen und prüfen

Vertragsgenerator, Gap-Analyse und Word Add-in unterstützen bei Entwürfen, Risikoprüfungen, Klauseln, Schreiben und Schriftsatzarbeit.

Workflows

Wiederkehrende Abläufe standardisieren

Mit dem Workflow Builder lassen sich mehrstufige Aufgaben, Checklisten und interne Qualitätsstandards als wiederholbare Kanzleiprozesse abbilden.

1

Importieren

Akten, E-Mails, Vorlagen und Daten

2

Verstehen

Quellen, Risiken und Fallkontext

3

Bearbeiten

Recherche, Entwurf und Prüfung

4

Weitergeben

Word, Outlook, Portal oder Workflow

Produktüberblick

Die wichtigsten KI-Werkzeuge für den Kanzleialltag

Der Überblick zeigt die wichtigsten Module visuell, bleibt aber als Hub strukturiert: Für Details, Funktionen und SEO-Tiefe führen die Karten auf eigene Produktseiten.

Alle Produkte ansehen

Juristischer KI-Chat

Rechtsfragen strukturiert klären, Dokumente einordnen und Antworten mit Quellenbezug weiterverwenden.

Welche Anspruchsgrundlage passt?
KI

Deep Research

Mehrstufige Rechtsrecherche mit Bericht, Fundstellen und nachvollziehbarer Argumentationslinie.

Web
Gesetze
Urteile
Analysiere...

Vertragsgenerator

Verträge, Schreiben und Vorlagen schneller entwerfen und an den konkreten Fall anpassen.

Mietvertrag.docx

Wissensdatenbanken

Kanzleidokumente, Vorlagen und interne Leitfäden zentral speichern und per KI abrufen.

Vertrag.pdf
Report.pptx
Notizen.txt
Wissensbasis
Suche
Fragen
Generieren

Mandantenportal

Dokumente, Nachrichten und Workflows sicher mit Mandanten teilen, ohne Login-Hürde.

Workflow Builder

Wiederkehrende juristische Aufgaben als mehrstufige KI-Workflows standardisieren.

Workflow: NDA-Prüfung3 Schritte
Upload
Analyse
Bericht
Schritt 2/3

KI-Assistenten

Spezialisierte Assistenten für Rechtsgebiete, Teams und wiederkehrende Kanzleiabläufe konfigurieren.

Arbeitsrecht
Mietrecht
Vertragsrecht

Fälle

Mandate, Dokumente und KI-Kontext in digitalen Fallbereichen zusammenführen.

Fall #2024-0847Aktiv
Fall #2024-0623Prüfung
Fall #2024-0511Archiv

Gap-Analyse

Verträge und Dokumente automatisch auf Lücken, Risiken und Abweichungen prüfen.

DatenschutzrichtlinieKonform
InformationspflichtenTeilweise
LöschkonzeptFehlt

Vorlagen

Kanzlei-Templates zentral nutzen und schneller in passende Entwürfe überführen.

Mietvertrag
Arbeitsvertrag
NDA
Kaufvertrag

Transkription

Audio- und Videoinhalte für Termine, Besprechungen und Diktate automatisch verschriftlichen.

Handelsregister

Unternehmensdaten recherchieren und relevante Registerinformationen in die Arbeit einbinden.

Muster GmbH
HRB:123456
Sitz:Berlin

Legal Watchlist

Rechtsprechung, Gesetzesänderungen und relevante Entwicklungen kontinuierlich im Blick behalten.

BGH: Neues Urteil zu...Heute
Gesetzesänderung §...Gestern

Outlook Add-in

E-Mails direkt im Postfach analysieren, beantworten und in juristische Workflows übernehmen.

Neue E-Mail
AI Vorschlag

Word Add-in

Juristische Texte dort bearbeiten, prüfen und verbessern, wo Schriftsätze entstehen.

Word Dokument

iOS App

Juristische KI-Unterstützung unterwegs für Recherche, Dokumente und schnelle Rückfragen nutzen.

E-Mail KI

Eingehende Nachrichten einordnen und Antwortentwürfe mit juristischem Kontext vorbereiten.

E-Mail KINeu
An: [email protected]
Was sagt § 573c BGB zur Kündigungsfrist?
§ 573c BGB regelt die Fristen... [Quelle]
DSGVO Compliant
Serverstandort Frankfurt
AVV verfügbar

Datenschutz &
Datensicherheit.

AnwaltGPT arbeitet nach höchsten Datenschutzstandards. Optionale Funktionen wie gespeicherte Erinnerungen bleiben verschlüsselt, kontrollierbar und ausschließlich in Ihrem Konto sichtbar.

Kein Training mit Ihren Mandatsdaten

Ihre Eingaben und Dokumente werden nicht zum Training von KI-Modellen verwendet, sondern dienen ausschließlich der Bearbeitung Ihrer Anfragen. Die zentrale Datenverarbeitung erfolgt auf Servern in Frankfurt am Main (EU).

Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) inklusive

Wir stellen jeder Kanzlei einen AVV nach Art. 28 DSGVO zur Verfügung, konform mit den Anforderungen der BRAK und der Berufsordnung für Rechtsanwälte (§ 2 BORA).

DSGVO-konform und sicher

AnwaltGPT arbeitet nach höchsten Datenschutzstandards. Unsere Systeme entsprechen den Anforderungen der DSGVO, inklusive transparenter und kontrollierbarer Datenverarbeitung für optionale Speicherfunktionen.

Optionale Erinnerungen mit Kontrolle

Standardmäßig arbeitet AnwaltGPT sitzungsbezogen. Wenn Sie die Erinnerungsfunktion aktivieren, werden relevante Fakten verschlüsselt in Ihrem Konto gespeichert, nicht zum KI-Training genutzt und können jederzeit eingesehen oder gelöscht werden.

Anonymisierung & Pseudonymisierung

Mit einem Klick können Sie personenbezogene Daten in Texten oder Dokumenten automatisch schwärzen. Das Feature entfernt oder ersetzt Namen, Adressen und sensible Informationen.

"Als Seniorpartnerin war ich zunächst skeptisch gegenüber KI-Tools im juristischen Umfeld. Doch mit AnwaltGPT hat sich das geändert: Der Vertragsgenerator liefert uns automatisch personalisierte Entwürfe, und die Tiefenrecherche bringt uns Argumente mit Quellen in Minuten statt Stunden."

"Ich bin Rechtsreferendar und nutze AnwaltGPT als meine tägliche Assistenz: ob komplexe Fragen im Arbeitsrecht oder Verkehrsrecht, die KI liefert strukturierte, nachvollziehbare Antworten, die ich selbst weiterverwenden kann."

"Wir testeten AnwaltGPT in unserer Kanzlei über einen halben Monat: Die Tiefenrecherche hat uns mehrfach auf unerwartete Rechtsprechung hingewiesen, und der Vertragsgenerator war überraschend genau. Für uns ein wichtiger Baustein in der digitalen Transformation."

Fallstudien

Erfolg aus der Praxis

Wie AnwaltGPT den Arbeitsalltag in der Kanzlei und im Alltag transformiert

Alle Fallstudien ansehen

„Insgesamt bin ich jedoch froh, diese KI gefunden zu haben, und nutze sie gerne. Sie erleichtert meine Arbeit erheblich und ist im Vergleich zu ChatGPT für die anwaltliche Unterstützung absolut empfehlenswert."

„Ich vertraue grundsätzlich den Dokumentenauswertungen und konnte bislang keinen Fehler feststellen."

DS
Dirk Semper
Case Manager

Einsatzbereiche

Dokumentenerfassung
Fallbeschreibung und -prüfung
Juristische Einschätzung
Schriftverkehr mit Mandant:innen
Fallstudie lesen

Preise & Pakete

Wählen Sie das passende Modell für Ihre Kanzlei oder Rechtsabteilung.

Was ist eine Anfrage?

Nur was die KI tatsächlich rechnen lässt: eine Chat-Nachricht, eine Vertragsprüfung, ein generiertes Dokument. Alles andere zählt nicht.

Was ist unbegrenzt?

Alles rund um die KI-Anfrage: Dokumente hochladen, Fälle und Mandate anlegen, Akten verwalten, Antworten nachlesen, als PDF oder Word exportieren — ohne Limit.

Was ist der Auto-Modus?

Statt selbst ein KI-Modell zu wählen, lassen Sie AnwaltGPT für jede Frage automatisch das passende wählen — einfache Fragen laufen auf kleineren Modellen. Deshalb reicht Ihr Kontingent 50 % weiter.

Free

Free

Einmaliges Test-Kontingent, keine Kreditkarte nötig

30 Anfragen einmalig

1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto

45 Anfragen einmalig

im Auto-Modus (50 % mehr)

Uploads, Fälle, Akten & Exporte unbegrenzt

  • Alle Premium-Funktionen testen
  • KI JURA Chatbot
  • Dynamischer KI Vertragsgenerator
  • Mit der KI über einen Vertrag sprechen
  • Gesetze & Rechtsprechung mit Fundstellen
  • PDF und Word Export
  • Eigene Dokumente als Quelle
  • Pseudonymisierung
  • Direkte Quellverweise
Kostenlos testen

Standard

€19/ Monat pro Nutzer

inkl. MwSt., monatlich kündbar · Preis gilt je Nutzerkonto

20 Anfragen pro Tag

1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto

30 Anfragen pro Tag

im Auto-Modus (50 % mehr)

Uploads, Fälle, Akten & Exporte unbegrenzt

  • KI JURA Chatbot
  • Dynamischer KI Vertragsgenerator
  • Mit der KI über einen Vertrag sprechen
  • API Zugriff
  • Gesetze & Rechtsprechung mit Fundstellen
  • PDF und Word Export
  • Pseudonymisierung
  • Direkte Quellverweise
Kostenlos testen
Empfohlen

Premium

€49/ Monat pro Nutzer

inkl. MwSt., monatlich kündbar · Preis gilt je Nutzerkonto

50 Anfragen pro Tag · 500 pro Monat

1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto

75 Anfragen pro Tag · 750 pro Monat

im Auto-Modus (50 % mehr)

Uploads, Fälle, Akten & Exporte unbegrenzt

  • KI JURA Chatbot
  • Dynamischer KI Vertragsgenerator
  • Mit der KI über einen Vertrag sprechen
  • Dokumentenmanagement
  • Mandantenportal
  • Handelsregister Anbindung
  • Deep Research
  • API Zugriff
  • Gesetze & Rechtsprechung mit Fundstellen
  • PDF und Word Export
  • Eigene Dokumente als Quelle
Kostenlos testen

Premium Plus

€99/ Monat pro Nutzer

inkl. MwSt., monatlich kündbar · Preis gilt je Nutzerkonto

100 Anfragen pro Tag · 1.000 pro Monat

1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto

150 Anfragen pro Tag · 1.500 pro Monat

im Auto-Modus (50 % mehr)

Uploads, Fälle, Akten & Exporte unbegrenzt

  • E-Mail-Postfach: Outlook live lesen und KI-Antwortentwürfe erstellen
  • KI JURA Chatbot
  • Dynamischer KI Vertragsgenerator
  • Mit der KI über einen Vertrag sprechen
  • Dokumentenmanagement
  • Mandantenportal
  • Handelsregister Anbindung
  • Deep Research
  • API Zugriff
  • Gesetze & Rechtsprechung mit Fundstellen
  • PDF und Word Export
  • Eigene Dokumente als Quelle
Kostenlos testen

Enterprise

Auf Anfrage

Für individuelle Kanzlei- und Rechtsabteilungs-Setups

  • Custom Hosting in Ihrer Cloud
  • Freie Auswahl der LLMs
  • Individuelle Integrationen
  • Team-Onboarding
  • Schulungen für Kanzlei und Rechtsabteilung
Enterprise anfragen

Der Auto-Modus lässt sich jederzeit im Chat ein- und ausschalten. Die höheren Limits gelten automatisch, solange er aktiv ist — ein Wechsel des Tarifs ist dafür nicht nötig.

Bereit für die Zukunft
der juristischen Arbeit?

Starten Sie noch heute mit AnwaltGPT und erleben Sie, wie künstliche Intelligenz Ihre juristische Arbeit revolutionieren kann.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist AnwaltGPT eine Rechtsberatung?

Nein, Anwaltgpt.de ist keine Rechtsberatung. Unsere KI bietet Unterstützung bei juristischen Prozessen, ersetzt jedoch nicht die individuelle Beratung durch einen Anwalt.

Welche Daten nutzt die KI?

Unsere Jura KI greift auf aktuelle Gesetzestexte, Vorschriften und Rechtsprechungen zu, um Ihnen präzise Informationen zu liefern.

Ist meine Arbeit mit AnwaltGPT sicher?

Ja, wir garantieren höchste Sicherheitsstandards und schützen Ihre sensiblen Daten.

Wie funktioniert die AI-Erinnerungsfunktion?

Optional kann AnwaltGPT wichtige Informationen aus Ihren Gesprächen als Erinnerungen speichern, etwa zu Ihrer Kanzlei, laufenden Fällen oder Arbeitspräferenzen. Diese Erinnerungen sind verschlüsselt, nur für Sie sichtbar, jederzeit in den Einstellungen löschbar und werden genutzt, damit Sie Kontext in neuen Sitzungen nicht erneut erklären müssen.

Wie funktioniert das Mandantenportal?

Sie erstellen pro Mandant ein gebrandetes Portal und teilen einen sicheren Link. Mandanten greifen ohne Login im Browser zu, können Dokumente einsehen, Dateien hochladen und direkt mit Ihrer Kanzlei kommunizieren.

Was ist eine Leistungsklage?

Mit der Leistungsklage verlangt der Kläger, dass der Beklagte zu einer bestimmten Leistung verurteilt wird – etwa zur Zahlung eines Geldbetrags, zur Herausgabe einer Sache, zur Vornahme einer Handlung oder zur Unterlassung. Neben der Feststellungsklage und der Gestaltungsklage ist sie eine der drei Grundformen der Klage. Ihr praktischer Vorteil: Das stattgebende Urteil ist ein Vollstreckungstitel, aus dem die Zwangsvollstreckung betrieben werden kann. Eine eigene Grundnorm hat die Leistungsklage in der ZPO nicht; sie wird dort vorausgesetzt, etwa in den §§ 253, 257–259 ZPO.

Formen der Leistungsklage im Zivilprozess

  • Zahlungsklage: Die häufigste Form – gerichtet auf Zahlung eines bezifferten Betrags, regelmäßig nebst Zinsen.
  • Herausgabeklage: Gerichtet auf Herausgabe einer bestimmten Sache, etwa nach § 985 BGB. Auch die Räumungsklage ist eine Leistungsklage.
  • Klage auf Vornahme einer Handlung: Etwa auf Abgabe einer Willenserklärung, die mit Rechtskraft des Urteils als abgegeben gilt (§ 894 ZPO), oder auf Auskunft.
  • Unterlassungsklage: Gerichtet auf ein künftiges Unterlassen, etwa bei Wettbewerbs- oder Persönlichkeitsrechtsverletzungen; siehe Unterlassungsklage.
  • Stufenklage: Verbindet Auskunft und – nach Auskunftserteilung – bezifferte Leistung (§ 254 ZPO); siehe Stufenklage.

Zulässigkeit und Klageantrag

Bestimmter Antrag

Die Klageschrift muss einen bestimmten Antrag enthalten (§ 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO). Er muss so gefasst sein, dass das Urteil ohne weiteres vollstreckt werden kann. Bei Geldforderungen ist der Betrag grundsätzlich zu beziffern.

Rechtsschutzbedürfnis

Bei fälligen Ansprüchen folgt das Rechtsschutzbedürfnis regelmäßig schon aus der Nichterfüllung. Es kann fehlen, wenn der Kläger bereits einen Titel besitzt oder sein Ziel auf einfacherem Weg erreichen kann.

Künftige Leistung

Ausnahmsweise kann auf künftige Leistung geklagt werden: bei kalendermäßig bestimmten Geldforderungen (§ 257 ZPO), wiederkehrenden Leistungen (§ 258 ZPO) und bei Besorgnis der nicht rechtzeitigen Leistung (§ 259 ZPO).

Abgrenzung zur Feststellungsklage

  • Die Feststellungsklage setzt ein Feststellungsinteresse voraus (§ 256 Abs. 1 ZPO).
  • Kann der Kläger bereits auf Leistung klagen, fehlt dieses Interesse grundsätzlich – die Leistungsklage hat Vorrang.
  • Ausnahmen werden etwa anerkannt, wenn sich ein Schaden noch in der Entwicklung befindet oder wenn zu erwarten ist, dass der Beklagte bereits auf ein Feststellungsurteil hin leistet.
  • Die Gestaltungsklage zielt dagegen unmittelbar auf eine Änderung der Rechtslage durch das Urteil, etwa die Vollstreckungsabwehrklage oder die Drittwiderspruchsklage.

Zinsen und Nebenforderungen

  • Verzugszinsen richten sich nach § 288 BGB; bei Entgeltforderungen aus Rechtsgeschäften ohne Verbraucherbeteiligung gilt ein erhöhter Zinssatz (§ 288 Abs. 2 BGB).
  • Ab Rechtshängigkeit kann der Kläger Prozesszinsen verlangen (§ 291 BGB).
  • Vorgerichtliche Rechtsanwaltskosten werden häufig als Verzugsschaden mit eingeklagt.
  • Zinsen und Kosten als Nebenforderungen erhöhen den Streitwert grundsätzlich nicht (§ 4 Abs. 1 ZPO).

Die allgemeine Leistungsklage im Verwaltungsprozess

Auch die VwGO kennt die Leistungsklage. Sie ist dort nicht ausdrücklich geregelt, wird aber in mehreren Vorschriften vorausgesetzt (etwa §§ 43 Abs. 2, 111, 113 Abs. 4 VwGO) und ist allgemein anerkannt. Die allgemeine Leistungsklage richtet sich auf ein Handeln, Dulden oder Unterlassen der Verwaltung, das kein Verwaltungsakt ist – zum Beispiel auf schlichtes Verwaltungshandeln wie eine Auskunft, die Zahlung aus einem öffentlich-rechtlichen Anspruch, den Widerruf einer behördlichen Äußerung oder auf das Unterlassen hoheitlicher Maßnahmen.

  • Abgrenzung: Begehrt der Kläger den Erlass eines Verwaltungsakts, ist die Verpflichtungsklage statthaft; gegen einen belastenden Verwaltungsakt die Anfechtungsklage.
  • Klagebefugnis: Nach herrschender Meinung ist § 42 Abs. 2 VwGO analog anzuwenden.
  • Vorverfahren und Frist: Ein Widerspruchsverfahren und eine Klagefrist sind grundsätzlich nicht vorgesehen. Eine wichtige Ausnahme gilt im Beamtenrecht, wo vor allen Klagen aus dem Beamtenverhältnis ein Vorverfahren durchzuführen ist (§ 54 Abs. 2 BeamtStG, § 126 Abs. 2 BBG), soweit das Landesrecht nichts anderes bestimmt.

Im Sozialgerichtsverfahren ist die echte Leistungsklage in § 54 Abs. 5 SGG geregelt; häufiger ist dort die kombinierte Anfechtungs- und Leistungsklage nach § 54 Abs. 4 SGG.

Leistungsklage: Beispiel-Antrag

Die folgende Formulierung zeigt den typischen Antrag einer Zahlungsklage. Sie ist ein Strukturbeispiel, keine auf Ihren Fall zugeschnittene Vorlage.

Namens und in Vollmacht des Klägers erheben wir Klage und werden beantragen:

1. Der Beklagte wird verurteilt, an den Kläger [Betrag] EUR nebst Zinsen in Höhe von [5 / 9] Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem [Datum] zu zahlen.

2. Der Beklagte wird verurteilt, an den Kläger vorgerichtliche Rechtsanwaltskosten in Höhe von [Betrag] EUR nebst Zinsen [...] zu zahlen.

3. Der Beklagte trägt die Kosten des Rechtsstreits.

Häufige Fehler

  • Unbestimmter Antrag: Ein Antrag, der nicht vollstreckungsfähig ist, macht die Klage unzulässig – besonders bei Herausgabe- und Unterlassungsanträgen ist präzise Formulierung nötig.
  • Feststellung statt Leistung: Wer bereits beziffern kann, sollte auf Leistung klagen; sonst droht die Abweisung der Feststellungsklage mangels Feststellungsinteresses.
  • Zinsbeginn falsch: Der Verzugsbeginn muss dargelegt und belegt werden; im Zweifel sind Prozesszinsen ab Rechtshängigkeit zu beantragen.
  • Falsche Klageart im Verwaltungsrecht: Ist das begehrte Handeln ein Verwaltungsakt, ist die allgemeine Leistungsklage nicht statthaft.
  • Verjährung übersehen: Eine rechtzeitige Klageerhebung oder ein Mahnbescheid hemmt die Verjährung (§ 204 Abs. 1 Nr. 1, 3 BGB); die Fristen sollten frühzeitig notiert werden.

Leistungsklagen mit AnwaltGPT vorbereiten

AnwaltGPT ist ein KI-Assistent für das deutsche Recht. Bei Leistungsklagen unterstützt er Recherche, Strukturierung und Entwurf – die anwaltliche Prüfung und Verantwortung ersetzt er nicht. Die Einreichung bei Gericht nimmt AnwaltGPT nicht vor:

1. Unterlagen auswerten

Laden Sie Verträge, Rechnungen, Mahnungen und Korrespondenz in einen Fall und lassen Sie Anspruch, Fälligkeit und Verzugsbeginn strukturiert herausarbeiten. Der Fallkontext wird bei weiteren Chat-Anfragen berücksichtigt.

2. Anspruchsgrundlagen und Klageart recherchieren

Der KI-Chat antwortet mit Verweisen auf Normen und Urteile, etwa zur Bestimmtheit von Anträgen oder zur Abgrenzung der Klagearten. Für ausführliche Berichte gibt es Deep Research (ab Premium). Prüfen Sie jede Fundstelle vor der Verwendung.

3. Klageschrift entwerfen

Lassen Sie einen ersten Entwurf mit Anträgen, Sachverhalt und rechtlicher Würdigung erstellen und bearbeiten Sie ihn im Dokumenten-Editor oder mit dem Word Add-in weiter. Das Ergebnis exportieren Sie als Word- oder PDF-Datei.

4. Kosten und Fristen im Blick

Die Kanzlei-Organisation enthält einen Prozesskostenrechner für Gerichtskosten und RVG-Gebühren je Instanz sowie einen Fristenrechner nach §§ 187–193 BGB. Frist und Vorfrist speichern Sie mit einem Klick in der Akte; im Fristen-Cockpit sehen Sie alle offenen Fristen kanzleiweit.

5. Mandantendaten schützen

Ist die Pseudonymisierung aktiv, werden erkannte personenbezogene Angaben durch Platzhalter ersetzt, bevor die Anfrage an das KI-Modell geht. AnwaltGPT wird im EWR gehostet; ein AVV nach Art. 28 DSGVO ist verfügbar.

Wichtiger Hinweis

Diese Seite bietet allgemeine Informationen zur Leistungsklage im Zivil-, Verwaltungs- und Sozialprozess und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Zulässigkeit, Zuständigkeit und Fristen hängen von der Verfahrensordnung und dem konkreten Anspruch ab. KI-generierte Entwürfe können unvollständig oder fehlerhaft sein und müssen vor der Einreichung fachlich geprüft werden.

Leistungsklage: Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Leistungs-, Feststellungs- und Gestaltungsklage?

Die Leistungsklage zielt auf die Verurteilung zu einer Leistung und führt zu einem Vollstreckungstitel. Die Feststellungsklage klärt nur das Bestehen oder Nichtbestehen eines Rechtsverhältnisses. Die Gestaltungsklage ändert die Rechtslage unmittelbar durch das Urteil.

Ist die Zahlungsklage eine Leistungsklage?

Ja. Die Klage auf Zahlung eines Geldbetrags ist die in der Praxis häufigste Form der Leistungsklage. Alternativ kann eine Geldforderung im Mahnverfahren geltend gemacht werden.

Wann ist die allgemeine Leistungsklage nach der VwGO statthaft?

Wenn der Kläger ein Handeln, Dulden oder Unterlassen der Verwaltung begehrt, das kein Verwaltungsakt ist – etwa eine Auskunft, eine Zahlung oder das Unterlassen einer behördlichen Äußerung.

Gibt es für die allgemeine Leistungsklage eine Klagefrist?

Grundsätzlich nicht. Die Fristen der §§ 70, 74 VwGO gelten für Anfechtungs- und Verpflichtungsklagen. Im Beamtenrecht ist aber vor jeder Klage ein Vorverfahren durchzuführen, soweit das Landesrecht nichts anderes bestimmt.

Was kostet AnwaltGPT?

Mit dem kostenlosen Test-Kontingent von 30 Anfragen können Sie AnwaltGPT ohne Kreditkarte ausprobieren. Bezahlte Tarife beginnen bei €19 pro Monat. Alle Details auf der Preisseite.

Die nächste Leistungsklage mit KI-Unterstützung vorbereiten

Laden Sie die Unterlagen hoch, lassen Sie Anspruch, Antrag und Nebenforderungen strukturiert aufbereiten und erstellen Sie einen ersten Entwurf der Klageschrift – mit den Fristen sicher in der Akte. Der Einstieg ist kostenlos – mit 30 Anfragen, ohne Kreditkarte und ohne Vertragsbindung.