Amtliche Rechtsquellen
Über 6.000 Bundesgesetze und -verordnungen und mehr als 80.000 Gerichtsentscheidungen – live recherchiert und mit Fundstellen belegt. Alle Quellen im Detail
So funktioniert AnwaltGPT
Nicht nur Analyse. Ein Arbeitsraum für juristische Aufgaben.
AnwaltGPT bündelt Recherche, Fallkontext, Dokumentenarbeit, Kanzleiwissen und Integrationen in einer Plattform. Die KI arbeitet nicht isoliert auf einer Datei, sondern mit dem Kontext, den Ihre Kanzlei für saubere juristische Arbeit braucht.
Rechtsfragen fundiert bearbeiten
Deep Research, juristischer KI-Chat und Quellenbezug helfen dabei, Rechtsfragen zu strukturieren, Argumente zu prüfen und Ergebnisse nachvollziehbar weiterzuverwenden.
Mandate, Akten und Wissen verbinden
Fälle, Wissensdatenbanken, Vorlagen und Kanzleidokumente werden zu einem Arbeitskontext, auf den spezialisierte KI-Assistenten zugreifen können.
Entwürfe erstellen und prüfen
Vertragsgenerator, Gap-Analyse und Word Add-in unterstützen bei Entwürfen, Risikoprüfungen, Klauseln, Schreiben und Schriftsatzarbeit.
Wiederkehrende Abläufe standardisieren
Mit dem Workflow Builder lassen sich mehrstufige Aufgaben, Checklisten und interne Qualitätsstandards als wiederholbare Kanzleiprozesse abbilden.
Importieren
Akten, E-Mails, Vorlagen und Daten
Verstehen
Quellen, Risiken und Fallkontext
Bearbeiten
Recherche, Entwurf und Prüfung
Weitergeben
Word, Outlook, Portal oder Workflow
Produktüberblick
Die wichtigsten KI-Werkzeuge für den Kanzleialltag
Der Überblick zeigt die wichtigsten Module visuell, bleibt aber als Hub strukturiert: Für Details, Funktionen und SEO-Tiefe führen die Karten auf eigene Produktseiten.
Juristischer KI-Chat
Rechtsfragen strukturiert klären, Dokumente einordnen und Antworten mit Quellenbezug weiterverwenden.
Deep Research
Mehrstufige Rechtsrecherche mit Bericht, Fundstellen und nachvollziehbarer Argumentationslinie.
Vertragsgenerator
Verträge, Schreiben und Vorlagen schneller entwerfen und an den konkreten Fall anpassen.
Wissensdatenbanken
Kanzleidokumente, Vorlagen und interne Leitfäden zentral speichern und per KI abrufen.
Mandantenportal
Dokumente, Nachrichten und Workflows sicher mit Mandanten teilen, ohne Login-Hürde.
Workflow Builder
Wiederkehrende juristische Aufgaben als mehrstufige KI-Workflows standardisieren.
KI-Assistenten
Spezialisierte Assistenten für Rechtsgebiete, Teams und wiederkehrende Kanzleiabläufe konfigurieren.
Fälle
Mandate, Dokumente und KI-Kontext in digitalen Fallbereichen zusammenführen.
Gap-Analyse
Verträge und Dokumente automatisch auf Lücken, Risiken und Abweichungen prüfen.
Vorlagen
Kanzlei-Templates zentral nutzen und schneller in passende Entwürfe überführen.
Transkription
Audio- und Videoinhalte für Termine, Besprechungen und Diktate automatisch verschriftlichen.
Handelsregister
Unternehmensdaten recherchieren und relevante Registerinformationen in die Arbeit einbinden.
Legal Watchlist
Rechtsprechung, Gesetzesänderungen und relevante Entwicklungen kontinuierlich im Blick behalten.
Outlook Add-in
E-Mails direkt im Postfach analysieren, beantworten und in juristische Workflows übernehmen.
Word Add-in
Juristische Texte dort bearbeiten, prüfen und verbessern, wo Schriftsätze entstehen.
iOS App
Juristische KI-Unterstützung unterwegs für Recherche, Dokumente und schnelle Rückfragen nutzen.
E-Mail KI
Eingehende Nachrichten einordnen und Antwortentwürfe mit juristischem Kontext vorbereiten.
Datenschutz &
Datensicherheit.
AnwaltGPT arbeitet nach höchsten Datenschutzstandards. Optionale Funktionen wie gespeicherte Erinnerungen bleiben verschlüsselt, kontrollierbar und ausschließlich in Ihrem Konto sichtbar.
Kein Training mit Ihren Mandatsdaten
Ihre Eingaben und Dokumente werden nicht zum Training von KI-Modellen verwendet, sondern dienen ausschließlich der Bearbeitung Ihrer Anfragen. Die zentrale Datenverarbeitung erfolgt auf Servern in Frankfurt am Main (EU).
Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) inklusive
Wir stellen jeder Kanzlei einen AVV nach Art. 28 DSGVO zur Verfügung, konform mit den Anforderungen der BRAK und der Berufsordnung für Rechtsanwälte (§ 2 BORA).
DSGVO-konform und sicher
AnwaltGPT arbeitet nach höchsten Datenschutzstandards. Unsere Systeme entsprechen den Anforderungen der DSGVO, inklusive transparenter und kontrollierbarer Datenverarbeitung für optionale Speicherfunktionen.
Optionale Erinnerungen mit Kontrolle
Standardmäßig arbeitet AnwaltGPT sitzungsbezogen. Wenn Sie die Erinnerungsfunktion aktivieren, werden relevante Fakten verschlüsselt in Ihrem Konto gespeichert, nicht zum KI-Training genutzt und können jederzeit eingesehen oder gelöscht werden.
Anonymisierung & Pseudonymisierung
Mit einem Klick können Sie personenbezogene Daten in Texten oder Dokumenten automatisch schwärzen. Das Feature entfernt oder ersetzt Namen, Adressen und sensible Informationen.
Kundenstimmen &
Erfahrungsberichte.
Fallstudie: Dirk Semper steigert Qualität & Effizienz mit AnwaltGPT"Als Seniorpartnerin war ich zunächst skeptisch gegenüber KI-Tools im juristischen Umfeld. Doch mit AnwaltGPT hat sich das geändert: Der Vertragsgenerator liefert uns automatisch personalisierte Entwürfe, und die Tiefenrecherche bringt uns Argumente mit Quellen in Minuten statt Stunden."
"Ich bin Rechtsreferendar und nutze AnwaltGPT als meine tägliche Assistenz: ob komplexe Fragen im Arbeitsrecht oder Verkehrsrecht, die KI liefert strukturierte, nachvollziehbare Antworten, die ich selbst weiterverwenden kann."
"Wir testeten AnwaltGPT in unserer Kanzlei über einen halben Monat: Die Tiefenrecherche hat uns mehrfach auf unerwartete Rechtsprechung hingewiesen, und der Vertragsgenerator war überraschend genau. Für uns ein wichtiger Baustein in der digitalen Transformation."
Erfolg aus der Praxis
Wie AnwaltGPT den Arbeitsalltag in der Kanzlei und im Alltag transformiert
„Insgesamt bin ich jedoch froh, diese KI gefunden zu haben, und nutze sie gerne. Sie erleichtert meine Arbeit erheblich und ist im Vergleich zu ChatGPT für die anwaltliche Unterstützung absolut empfehlenswert."
„Ich vertraue grundsätzlich den Dokumentenauswertungen und konnte bislang keinen Fehler feststellen."
Einsatzbereiche
„Das, was rauskommt […] bringt mich nach vorne und ich habe das Gefühl, ich habe eine relevante strukturelle Zeitersparnis."
„Für mich klingt das, was die KI letzten Endes auswirft, immer genial."
„Das ist einfach ein Tool, das dem [...] Otto Normalverbraucher hilft oder helfen kann, rechtliche Themen besser einzuordnen [...] also juristisches Empowerment vielleicht."
„Im Unterschied zu ChatGPT sind die Verweise auf die Literatur und auf die Rechtsprechung eigentlich fast immer richtig. In irgendwie neunundneunzig Prozent der Fälle hat es bei AnwaltGPT gestimmt."
„Grundsätzlich sehe ich in der Lösung [...], die KI bietet, [...] eine unfassbar große Arbeitserleichterung bei der Formulierung von Schriftsätzen [und] bei der strukturierten Subsumtion der jeweiligen Fragestellungen."
„Ich kann als Unternehmensberater heute eine Stunde abrechnen, und die KI nimmt mir im Prinzip eine Dreiviertelstunde Arbeit ab."
Preise & Pakete
Wählen Sie das passende Modell für Ihre Kanzlei oder Rechtsabteilung.
Nur was die KI tatsächlich rechnen lässt: eine Chat-Nachricht, eine Vertragsprüfung, ein generiertes Dokument. Alles andere zählt nicht.
Alles rund um die KI-Anfrage: Dokumente hochladen, Fälle und Mandate anlegen, Akten verwalten, Antworten nachlesen, als PDF oder Word exportieren — ohne Limit.
Statt selbst ein KI-Modell zu wählen, lassen Sie AnwaltGPT für jede Frage automatisch das passende wählen — einfache Fragen laufen auf kleineren Modellen. Deshalb reicht Ihr Kontingent 50 % weiter.
Free
Einmaliges Test-Kontingent, keine Kreditkarte nötig
30 Anfragen einmalig
1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto
45 Anfragen einmalig
im Auto-Modus (50 % mehr)
Uploads, Fälle, Akten & Exporte unbegrenzt
- Alle Premium-Funktionen testen
- KI JURA Chatbot
- Dynamischer KI Vertragsgenerator
- Mit der KI über einen Vertrag sprechen
- Gesetze & Rechtsprechung mit Fundstellen
- PDF und Word Export
- Eigene Dokumente als Quelle
- Pseudonymisierung
- Direkte Quellverweise
Standard
inkl. MwSt., monatlich kündbar · Preis gilt je Nutzerkonto
20 Anfragen pro Tag
1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto
30 Anfragen pro Tag
im Auto-Modus (50 % mehr)
Uploads, Fälle, Akten & Exporte unbegrenzt
- KI JURA Chatbot
- Dynamischer KI Vertragsgenerator
- Mit der KI über einen Vertrag sprechen
- API Zugriff
- Gesetze & Rechtsprechung mit Fundstellen
- PDF und Word Export
- Pseudonymisierung
- Direkte Quellverweise
Premium
inkl. MwSt., monatlich kündbar · Preis gilt je Nutzerkonto
50 Anfragen pro Tag · 500 pro Monat
1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto
75 Anfragen pro Tag · 750 pro Monat
im Auto-Modus (50 % mehr)
Uploads, Fälle, Akten & Exporte unbegrenzt
- KI JURA Chatbot
- Dynamischer KI Vertragsgenerator
- Mit der KI über einen Vertrag sprechen
- Dokumentenmanagement
- Mandantenportal
- Handelsregister Anbindung
- Deep Research
- API Zugriff
- Gesetze & Rechtsprechung mit Fundstellen
- PDF und Word Export
- Eigene Dokumente als Quelle
Premium Plus
inkl. MwSt., monatlich kündbar · Preis gilt je Nutzerkonto
100 Anfragen pro Tag · 1.000 pro Monat
1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto
150 Anfragen pro Tag · 1.500 pro Monat
im Auto-Modus (50 % mehr)
Uploads, Fälle, Akten & Exporte unbegrenzt
- E-Mail-Postfach: Outlook live lesen und KI-Antwortentwürfe erstellen
- KI JURA Chatbot
- Dynamischer KI Vertragsgenerator
- Mit der KI über einen Vertrag sprechen
- Dokumentenmanagement
- Mandantenportal
- Handelsregister Anbindung
- Deep Research
- API Zugriff
- Gesetze & Rechtsprechung mit Fundstellen
- PDF und Word Export
- Eigene Dokumente als Quelle
Enterprise
Für individuelle Kanzlei- und Rechtsabteilungs-Setups
- Custom Hosting in Ihrer Cloud
- Freie Auswahl der LLMs
- Individuelle Integrationen
- Team-Onboarding
- Schulungen für Kanzlei und Rechtsabteilung
Der Auto-Modus lässt sich jederzeit im Chat ein- und ausschalten. Die höheren Limits gelten automatisch, solange er aktiv ist — ein Wechsel des Tarifs ist dafür nicht nötig.
Bereit für die Zukunft
der juristischen Arbeit?
Starten Sie noch heute mit AnwaltGPT und erleben Sie, wie künstliche Intelligenz Ihre juristische Arbeit revolutionieren kann.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist AnwaltGPT eine Rechtsberatung?
Nein, Anwaltgpt.de ist keine Rechtsberatung. Unsere KI bietet Unterstützung bei juristischen Prozessen, ersetzt jedoch nicht die individuelle Beratung durch einen Anwalt.
Welche Daten nutzt die KI?
Unsere Jura KI greift auf aktuelle Gesetzestexte, Vorschriften und Rechtsprechungen zu, um Ihnen präzise Informationen zu liefern.
Ist meine Arbeit mit AnwaltGPT sicher?
Ja, wir garantieren höchste Sicherheitsstandards und schützen Ihre sensiblen Daten.
Wie funktioniert die AI-Erinnerungsfunktion?
Optional kann AnwaltGPT wichtige Informationen aus Ihren Gesprächen als Erinnerungen speichern, etwa zu Ihrer Kanzlei, laufenden Fällen oder Arbeitspräferenzen. Diese Erinnerungen sind verschlüsselt, nur für Sie sichtbar, jederzeit in den Einstellungen löschbar und werden genutzt, damit Sie Kontext in neuen Sitzungen nicht erneut erklären müssen.
Wie funktioniert das Mandantenportal?
Sie erstellen pro Mandant ein gebrandetes Portal und teilen einen sicheren Link. Mandanten greifen ohne Login im Browser zu, können Dokumente einsehen, Dateien hochladen und direkt mit Ihrer Kanzlei kommunizieren.
Was ist ein Anerkenntnisurteil?
Ein Anerkenntnisurteil ergeht, wenn eine Partei den gegen sie geltend gemachten Anspruch ganz oder zum Teil anerkennt. Sie ist dann dem Anerkenntnis gemäß zu verurteilen (§ 307 Satz 1 ZPO). Einer mündlichen Verhandlung bedarf es insoweit nicht (§ 307 Satz 2 ZPO). Das Gericht prüft nicht, ob der Anspruch materiell besteht oder die Klage schlüssig ist; das Anerkenntnis ersetzt die Sachprüfung. Die allgemeinen Prozessvoraussetzungen müssen aber vorliegen.
Voraussetzungen und Form
- Prozesshandlung: Das Anerkenntnis ist eine einseitige Erklärung gegenüber dem Gericht, mit der der Beklagte den prozessualen Anspruch als bestehend anerkennt. Es kann in der mündlichen Verhandlung oder schriftsätzlich erklärt werden; im Anwaltsprozess durch den Prozessbevollmächtigten.
- Unbedingt und eindeutig: Das Anerkenntnis muss sich auf den Anspruch selbst beziehen. Die Einräumung einzelner Tatsachen ist ein Geständnis (§ 288 ZPO), kein Anerkenntnis.
- Teilanerkenntnis: Wird nur ein Teil des Anspruchs anerkannt, ergeht insoweit ein Teilanerkenntnisurteil; über den Rest wird streitig verhandelt.
- Schriftliches Vorverfahren: Erkennt der Beklagte im schriftlichen Vorverfahren an, kann das Anerkenntnisurteil ohne mündliche Verhandlung ergehen.
- Bindung: Das Anerkenntnis ist als Prozesshandlung grundsätzlich nicht frei widerruflich.
- Grenzen: Über Ansprüche, die der Parteidisposition entzogen sind, kann nicht durch Anerkenntnis entschieden werden. In Ehesachen sind etwa die Vorschriften über die Wirkung des Anerkenntnisses nicht anzuwenden (§ 113 Abs. 4 Nr. 6 FamFG).
Kostenfolge: Das sofortige Anerkenntnis
Grundsatz
Wer anerkennt, unterliegt. Die Kosten trägt deshalb grundsätzlich der Beklagte als unterliegende Partei (§ 91 Abs. 1 ZPO).
Ausnahme nach § 93 ZPO
Hat der Beklagte durch sein Verhalten keine Veranlassung zur Klage gegeben und erkennt er den Anspruch sofort an, fallen die Prozesskosten dem Kläger zur Last. Beide Voraussetzungen – fehlende Klageveranlassung und Sofortigkeit – müssen vorliegen.
„Sofort“
Sofort heißt bei der ersten prozessual möglichen Gelegenheit. Im schriftlichen Vorverfahren kann nach der Rechtsprechung des BGH ein Anerkenntnis innerhalb der Klageerwiderungsfrist noch sofort sein, wenn zuvor kein Klageabweisungsantrag angekündigt wurde. Die Einzelheiten sind fallabhängig.
Gerichtskosten und Gebühren
- Im erstinstanzlichen Zivilprozess ermäßigt sich die Verfahrensgebühr bei Beendigung durch Anerkenntnisurteil unter den Voraussetzungen der Nr. 1211 KV GKG von 3,0 auf 1,0.
- Ergeht das Anerkenntnisurteil ohne mündliche Verhandlung nach § 307 ZPO, kann gleichwohl eine Terminsgebühr nach Nr. 3104 VV RVG entstehen (Anm. Abs. 1 Nr. 1).
- Die erstattungsfähigen Kosten werden auf Grundlage der Kostengrundentscheidung im Kostenfestsetzungsverfahren nach §§ 103 ff. ZPO festgesetzt.
- Mit dem RVG-Rechner lassen sich die Anwaltsgebühren je Streitwert überschlagen.
Urteil, Vollstreckung, Rechtsmittel
- Abgekürzte Form: Das Anerkenntnisurteil bedarf keines Tatbestands und keiner Entscheidungsgründe (§ 313b Abs. 1 ZPO).
- Vollstreckbarkeit: Es ist ohne Sicherheitsleistung für vorläufig vollstreckbar zu erklären (§ 708 Nr. 1 ZPO).
- Kostenentscheidung: Gegen die Kostenentscheidung eines Anerkenntnisurteils – etwa zur Anwendung von § 93 ZPO – ist die sofortige Beschwerde statthaft, sofern der Streitwert der Hauptsache den in § 511 ZPO genannten Betrag übersteigt (§ 99 Abs. 2 ZPO).
- Berufung: Gegen das Anerkenntnisurteil in der Hauptsache ist die Berufung nach den allgemeinen Regeln möglich; Erfolgsaussichten bestehen wegen der Bindung an das Anerkenntnis aber nur in Ausnahmefällen.
Anerkenntnis, Geständnis, Verzicht oder Säumnis?
- Geständnis (§ 288 ZPO): Bezieht sich auf Tatsachen, nicht auf den Anspruch. Das Gericht prüft die rechtlichen Folgen weiterhin selbst.
- Verzicht (§ 306 ZPO): Das Gegenstück auf Klägerseite – verzichtet der Kläger auf den Anspruch, wird die Klage durch Verzichtsurteil abgewiesen.
- Versäumnisurteil: Bei Säumnis des Beklagten wird das tatsächliche Vorbringen des Klägers als zugestanden angenommen; anders als beim Anerkenntnis prüft das Gericht die Schlüssigkeit der Klage.
- Erledigungserklärung: Zahlt der Beklagte nach Rechtshängigkeit, erklärt der Kläger die Hauptsache regelmäßig für erledigt, statt auf ein Anerkenntnis zu warten.
- Vergleich: Einigen sich die Parteien, kann ein Prozessvergleich den Rechtsstreit einschließlich der Kosten abschließend regeln.
Häufige Fehler
- Abweisungsantrag vorschnell angekündigt: Wer zunächst Klageabweisung beantragt und später anerkennt, verliert regelmäßig die Kostenprivilegierung nach § 93 ZPO.
- Klageveranlassung übersehen: War der Beklagte vorprozessual in Verzug oder hat er die Leistung ernsthaft verweigert, hat er Anlass zur Klage gegeben – dann hilft auch ein sofortiges Anerkenntnis nicht.
- Unklarer Umfang: Bei Teilanerkenntnis sollte der anerkannte Betrag oder Teil eindeutig bezeichnet werden.
- Bedingtes Anerkenntnis: Ein Anerkenntnis unter Bedingungen ist problematisch; ein Anerkenntnis Zug um Zug muss den Gegenanspruch klar benennen.
- Mandant nicht aufgeklärt: Das Anerkenntnis ist bindend und führt zu einem sofort vollstreckbaren Titel – der Mandant sollte die Folgen kennen.
Anerkenntnis mit AnwaltGPT vorbereiten
AnwaltGPT ist ein KI-Assistent für das deutsche Recht. Beim Anerkenntnis unterstützt er Recherche, Prüfung der Kostenfolge und Entwurf – die anwaltliche Prüfung und Verantwortung ersetzt er nicht. Die Einreichung bei Gericht nimmt AnwaltGPT nicht vor:
1. Vorprozessuales Verhalten auswerten
Laden Sie Klageschrift, Mahnungen, Zahlungsaufforderungen und Korrespondenz in einen Fall und lassen Sie Fälligkeit, Verzug und Zeitpunkte strukturiert herausarbeiten – die Grundlage für die Frage der Klageveranlassung. Der Fallkontext wird bei weiteren Chat-Anfragen berücksichtigt.
2. § 93 ZPO recherchieren
Der KI-Chat antwortet mit Verweisen auf Normen und Urteile, etwa zur Sofortigkeit im schriftlichen Vorverfahren oder zur Klageveranlassung. Für ausführliche Berichte gibt es Deep Research (ab Premium). Prüfen Sie jede Fundstelle vor der Verwendung.
3. Schriftsatz entwerfen
Lassen Sie die Anerkenntniserklärung mit Kostenantrag nach § 93 ZPO, eine Klageerwiderung mit Teilanerkenntnis oder ein Mandantenschreiben zur Kostenfolge entwerfen und bearbeiten Sie den Text im Dokumenten-Editor oder mit dem Word Add-in weiter. Das Ergebnis exportieren Sie als Word- oder PDF-Datei.
4. Fristen und Kosten im Blick behalten
Die Kanzlei-Organisation enthält einen Fristenrechner nach §§ 187–193 BGB mit automatischer Vorfrist und einen Prozesskostenrechner für Gerichtskosten und RVG-Gebühren je Instanz. Klageerwiderungs- und Beschwerdefristen sehen Sie im Fristen-Cockpit kanzleiweit auf einen Blick.
5. Mandantendaten schützen
Ist die Pseudonymisierung aktiv, werden erkannte personenbezogene Angaben durch Platzhalter ersetzt, bevor die Anfrage an das KI-Modell geht. AnwaltGPT wird im EWR gehostet; ein AVV nach Art. 28 DSGVO ist verfügbar.
Wichtiger Hinweis
Diese Seite bietet allgemeine Informationen zum Anerkenntnisurteil und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Gebührentatbestände und Beträge ändern sich; maßgeblich ist stets die aktuelle Fassung von ZPO, GKG und RVG. KI-generierte Entwürfe können unvollständig oder fehlerhaft sein und müssen vor der Verwendung fachlich geprüft werden.
Anerkenntnisurteil: Häufige Fragen
Prüft das Gericht beim Anerkenntnis die Klage?
Nicht in der Sache. Der Beklagte ist dem Anerkenntnis gemäß zu verurteilen (§ 307 ZPO); geprüft werden nur die Prozessvoraussetzungen und ob der Anspruch der Parteidisposition unterliegt.
Wer trägt die Kosten beim Anerkenntnisurteil?
Grundsätzlich der Beklagte (§ 91 ZPO). Hat er keine Veranlassung zur Klage gegeben und sofort anerkannt, trägt der Kläger die Kosten (§ 93 ZPO).
Werden die Gerichtskosten beim Anerkenntnisurteil ermäßigt?
Im erstinstanzlichen Zivilprozess ermäßigt sich die Verfahrensgebühr unter den Voraussetzungen der Nr. 1211 KV GKG von 3,0 auf 1,0.
Braucht es eine mündliche Verhandlung?
Nein. Einer mündlichen Verhandlung bedarf es für das Anerkenntnisurteil nicht (§ 307 Satz 2 ZPO).
Was kostet AnwaltGPT?
Mit dem kostenlosen Test-Kontingent von 30 Anfragen können Sie AnwaltGPT ohne Kreditkarte ausprobieren. Bezahlte Tarife beginnen bei €19 pro Monat. Alle Details auf der Preisseite.
Das nächste Anerkenntnis mit KI-Unterstützung vorbereiten
Werten Sie das vorprozessuale Verhalten aus, prüfen Sie die Kostenfolge nach § 93 ZPO und entwerfen Sie Anerkenntnis und Kostenantrag – mit Fristen sicher in der Akte. Der Einstieg ist kostenlos – mit 30 Anfragen, ohne Kreditkarte und ohne Vertragsbindung.