Zivilprozess

Widerklage: Voraussetzungen, Streitwert und Arten

Mit der Widerklage dreht der Beklagte den Spieß um und macht im selben Verfahren eigene Ansprüche gegen den Kläger geltend. Dieser Leitfaden erklärt die Widerklage nach der ZPO: Zulässigkeit und Konnexität nach § 33 ZPO, Zuständigkeit und Streitwert, Hilfs- und Drittwiderklage, die petitorische Widerklage und die „Flucht in die Widerklage" – und wie AnwaltGPT Kanzleien bei Recherche und Entwurf unterstützt.

30 Anfragen kostenlos · keine Kreditkarte · Hosting im EWR

Umfassende Rechtsquellen

Unsere Datenbank basiert auf offiziellen und aktuellen Quellen.

Gesetze
Rechtsprechungen Deutschland und EU
Verordnungen
EU-Verordnungen
EU-Richtlinien
Verwaltungsvorschriften

So funktioniert AnwaltGPT

Nicht nur Analyse. Ein Arbeitsraum für juristische Aufgaben.

AnwaltGPT bündelt Recherche, Fallkontext, Dokumentenarbeit, Kanzleiwissen und Integrationen in einer Plattform. Die KI arbeitet nicht isoliert auf einer Datei, sondern mit dem Kontext, den Ihre Kanzlei für saubere juristische Arbeit braucht.

Outlook & E-Mail KI
Spezialisierte Assistenten
Kanzlei-Wissensdatenbanken
Mandantenportal & Rechte
Recherche

Rechtsfragen fundiert bearbeiten

Deep Research, juristischer KI-Chat und Quellenbezug helfen dabei, Rechtsfragen zu strukturieren, Argumente zu prüfen und Ergebnisse nachvollziehbar weiterzuverwenden.

Fallkontext

Mandate, Akten und Wissen verbinden

Fälle, Wissensdatenbanken, Vorlagen und Kanzleidokumente werden zu einem Arbeitskontext, auf den spezialisierte KI-Assistenten zugreifen können.

Dokumente

Entwürfe erstellen und prüfen

Vertragsgenerator, Gap-Analyse und Word Add-in unterstützen bei Entwürfen, Risikoprüfungen, Klauseln, Schreiben und Schriftsatzarbeit.

Workflows

Wiederkehrende Abläufe standardisieren

Mit dem Workflow Builder lassen sich mehrstufige Aufgaben, Checklisten und interne Qualitätsstandards als wiederholbare Kanzleiprozesse abbilden.

1

Importieren

Akten, E-Mails, Vorlagen und Daten

2

Verstehen

Quellen, Risiken und Fallkontext

3

Bearbeiten

Recherche, Entwurf und Prüfung

4

Weitergeben

Word, Outlook, Portal oder Workflow

Produktüberblick

Die wichtigsten KI-Werkzeuge für den Kanzleialltag

Der Überblick zeigt die wichtigsten Module visuell, bleibt aber als Hub strukturiert: Für Details, Funktionen und SEO-Tiefe führen die Karten auf eigene Produktseiten.

Alle Produkte ansehen

Juristischer KI-Chat

Rechtsfragen strukturiert klären, Dokumente einordnen und Antworten mit Quellenbezug weiterverwenden.

Welche Anspruchsgrundlage passt?
KI

Deep Research

Mehrstufige Rechtsrecherche mit Bericht, Fundstellen und nachvollziehbarer Argumentationslinie.

Web
Gesetze
Urteile
Analysiere...

Vertragsgenerator

Verträge, Schreiben und Vorlagen schneller entwerfen und an den konkreten Fall anpassen.

Mietvertrag.docx

Wissensdatenbanken

Kanzleidokumente, Vorlagen und interne Leitfäden zentral speichern und per KI abrufen.

Vertrag.pdf
Report.pptx
Notizen.txt
Wissensbasis
Suche
Fragen
Generieren

Mandantenportal

Dokumente, Nachrichten und Workflows sicher mit Mandanten teilen, ohne Login-Hürde.

Workflow Builder

Wiederkehrende juristische Aufgaben als mehrstufige KI-Workflows standardisieren.

Workflow: NDA-Prüfung3 Schritte
Upload
Analyse
Bericht
Schritt 2/3

KI-Assistenten

Spezialisierte Assistenten für Rechtsgebiete, Teams und wiederkehrende Kanzleiabläufe konfigurieren.

Arbeitsrecht
Mietrecht
Vertragsrecht

Fälle

Mandate, Dokumente und KI-Kontext in digitalen Fallbereichen zusammenführen.

Fall #2024-0847Aktiv
Fall #2024-0623Prüfung
Fall #2024-0511Archiv

Gap-Analyse

Verträge und Dokumente automatisch auf Lücken, Risiken und Abweichungen prüfen.

DatenschutzrichtlinieKonform
InformationspflichtenTeilweise
LöschkonzeptFehlt

Vorlagen

Kanzlei-Templates zentral nutzen und schneller in passende Entwürfe überführen.

Mietvertrag
Arbeitsvertrag
NDA
Kaufvertrag

Transkription

Audio- und Videoinhalte für Termine, Besprechungen und Diktate automatisch verschriftlichen.

Handelsregister

Unternehmensdaten recherchieren und relevante Registerinformationen in die Arbeit einbinden.

Muster GmbH
HRB:123456
Sitz:Berlin

Legal Watchlist

Rechtsprechung, Gesetzesänderungen und relevante Entwicklungen kontinuierlich im Blick behalten.

BGH: Neues Urteil zu...Heute
Gesetzesänderung §...Gestern

Outlook Add-in

E-Mails direkt im Postfach analysieren, beantworten und in juristische Workflows übernehmen.

Neue E-Mail
AI Vorschlag

Word Add-in

Juristische Texte dort bearbeiten, prüfen und verbessern, wo Schriftsätze entstehen.

Word Dokument

iOS App

Juristische KI-Unterstützung unterwegs für Recherche, Dokumente und schnelle Rückfragen nutzen.

E-Mail KI

Eingehende Nachrichten einordnen und Antwortentwürfe mit juristischem Kontext vorbereiten.

E-Mail KINeu
An: [email protected]
Was sagt § 573c BGB zur Kündigungsfrist?
§ 573c BGB regelt die Fristen... [Quelle]
DSGVO Compliant
Serverstandort Frankfurt
AVV verfügbar

Datenschutz &
Datensicherheit.

AnwaltGPT arbeitet nach höchsten Datenschutzstandards. Optionale Funktionen wie gespeicherte Erinnerungen bleiben verschlüsselt, kontrollierbar und ausschließlich in Ihrem Konto sichtbar.

Kein Training mit Ihren Mandatsdaten

Ihre Eingaben und Dokumente werden nicht zum Training von KI-Modellen verwendet, sondern dienen ausschließlich der Bearbeitung Ihrer Anfragen. Die zentrale Datenverarbeitung erfolgt auf Servern in Frankfurt am Main (EU).

Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) inklusive

Wir stellen jeder Kanzlei einen AVV nach Art. 28 DSGVO zur Verfügung, konform mit den Anforderungen der BRAK und der Berufsordnung für Rechtsanwälte (§ 2 BORA).

DSGVO-konform und sicher

AnwaltGPT arbeitet nach höchsten Datenschutzstandards. Unsere Systeme entsprechen den Anforderungen der DSGVO, inklusive transparenter und kontrollierbarer Datenverarbeitung für optionale Speicherfunktionen.

Optionale Erinnerungen mit Kontrolle

Standardmäßig arbeitet AnwaltGPT sitzungsbezogen. Wenn Sie die Erinnerungsfunktion aktivieren, werden relevante Fakten verschlüsselt in Ihrem Konto gespeichert, nicht zum KI-Training genutzt und können jederzeit eingesehen oder gelöscht werden.

Anonymisierung & Pseudonymisierung

Mit einem Klick können Sie personenbezogene Daten in Texten oder Dokumenten automatisch schwärzen. Das Feature entfernt oder ersetzt Namen, Adressen und sensible Informationen.

"Als Seniorpartnerin war ich zunächst skeptisch gegenüber KI-Tools im juristischen Umfeld. Doch mit AnwaltGPT hat sich das geändert: Der Vertragsgenerator liefert uns automatisch personalisierte Entwürfe, und die Tiefenrecherche bringt uns Argumente mit Quellen in Minuten statt Stunden."

"Ich bin Rechtsreferendar und nutze AnwaltGPT als meine tägliche Assistenz: ob komplexe Fragen im Arbeitsrecht oder Verkehrsrecht, die KI liefert strukturierte, nachvollziehbare Antworten, die ich selbst weiterverwenden kann."

"Wir testeten AnwaltGPT in unserer Kanzlei über einen halben Monat: Die Tiefenrecherche hat uns mehrfach auf unerwartete Rechtsprechung hingewiesen, und der Vertragsgenerator war überraschend genau. Für uns ein wichtiger Baustein in der digitalen Transformation."

Fallstudien

Erfolg aus der Praxis

Wie AnwaltGPT den Arbeitsalltag in der Kanzlei und im Alltag transformiert

Alle Fallstudien ansehen

„Insgesamt bin ich jedoch froh, diese KI gefunden zu haben, und nutze sie gerne. Sie erleichtert meine Arbeit erheblich und ist im Vergleich zu ChatGPT für die anwaltliche Unterstützung absolut empfehlenswert."

„Ich vertraue grundsätzlich den Dokumentenauswertungen und konnte bislang keinen Fehler feststellen."

DS
Dirk Semper
Case Manager

Einsatzbereiche

Dokumentenerfassung
Fallbeschreibung und -prüfung
Juristische Einschätzung
Schriftverkehr mit Mandant:innen
Fallstudie lesen

Preise & Pakete

Wählen Sie das passende Modell für Ihre Kanzlei oder Rechtsabteilung.

Was ist eine Anfrage?

Nur was die KI tatsächlich rechnen lässt: eine Chat-Nachricht, eine Vertragsprüfung, ein generiertes Dokument. Alles andere zählt nicht.

Was ist unbegrenzt?

Alles rund um die KI-Anfrage: Dokumente hochladen, Fälle und Mandate anlegen, Akten verwalten, Antworten nachlesen, als PDF oder Word exportieren — ohne Limit.

Was ist der Auto-Modus?

Statt selbst ein KI-Modell zu wählen, lassen Sie AnwaltGPT für jede Frage automatisch das passende wählen — einfache Fragen laufen auf kleineren Modellen. Deshalb reicht Ihr Kontingent 50 % weiter.

Free

Free

Einmaliges Test-Kontingent, keine Kreditkarte nötig

30 Anfragen einmalig

1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto

45 Anfragen einmalig

im Auto-Modus (50 % mehr)

Uploads, Fälle, Akten & Exporte unbegrenzt

  • Alle Premium-Funktionen testen
  • KI JURA Chatbot
  • Dynamischer KI Vertragsgenerator
  • Mit der KI über einen Vertrag sprechen
  • 1000+ Quellen
  • PDF und Word Export
  • Eigene Dokumente als Quelle
  • Pseudonymisierung
  • Direkte Quellverweise
Kostenlos testen

Standard

€19/ Monat pro Nutzer

inkl. MwSt., monatlich kündbar · Preis gilt je Nutzerkonto

20 Anfragen pro Tag

1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto

30 Anfragen pro Tag

im Auto-Modus (50 % mehr)

Uploads, Fälle, Akten & Exporte unbegrenzt

  • KI JURA Chatbot
  • Dynamischer KI Vertragsgenerator
  • Mit der KI über einen Vertrag sprechen
  • API Zugriff
  • 1000+ Quellen
  • PDF und Word Export
  • Pseudonymisierung
  • Direkte Quellverweise
Kostenlos testen
Empfohlen

Premium

€49/ Monat pro Nutzer

inkl. MwSt., monatlich kündbar · Preis gilt je Nutzerkonto

50 Anfragen pro Tag · 500 pro Monat

1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto

75 Anfragen pro Tag · 750 pro Monat

im Auto-Modus (50 % mehr)

Uploads, Fälle, Akten & Exporte unbegrenzt

  • KI JURA Chatbot
  • Dynamischer KI Vertragsgenerator
  • Mit der KI über einen Vertrag sprechen
  • Dokumentenmanagement
  • Mandantenportal
  • Handelsregister Anbindung
  • Deep Research
  • API Zugriff
  • 1000+ Quellen
  • PDF und Word Export
  • Eigene Dokumente als Quelle
Kostenlos testen

Premium Plus

€99/ Monat pro Nutzer

inkl. MwSt., monatlich kündbar · Preis gilt je Nutzerkonto

100 Anfragen pro Tag · 1.000 pro Monat

1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto

150 Anfragen pro Tag · 1.500 pro Monat

im Auto-Modus (50 % mehr)

Uploads, Fälle, Akten & Exporte unbegrenzt

  • E-Mail-Postfach: Outlook live lesen und KI-Antwortentwürfe erstellen
  • KI JURA Chatbot
  • Dynamischer KI Vertragsgenerator
  • Mit der KI über einen Vertrag sprechen
  • Dokumentenmanagement
  • Mandantenportal
  • Handelsregister Anbindung
  • Deep Research
  • API Zugriff
  • 1000+ Quellen
  • PDF und Word Export
  • Eigene Dokumente als Quelle
Kostenlos testen

Enterprise

Auf Anfrage

Für individuelle Kanzlei- und Rechtsabteilungs-Setups

  • Custom Hosting in Ihrer Cloud
  • Freie Auswahl der LLMs
  • Individuelle Integrationen
  • Team-Onboarding
  • Schulungen für Kanzlei und Rechtsabteilung
Enterprise anfragen

Der Auto-Modus lässt sich jederzeit im Chat ein- und ausschalten. Die höheren Limits gelten automatisch, solange er aktiv ist — ein Wechsel des Tarifs ist dafür nicht nötig.

Bereit für die Zukunft
der juristischen Arbeit?

Starten Sie noch heute mit AnwaltGPT und erleben Sie, wie künstliche Intelligenz Ihre juristische Arbeit revolutionieren kann.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist AnwaltGPT eine Rechtsberatung?

Nein, Anwaltgpt.de ist keine Rechtsberatung. Unsere KI bietet Unterstützung bei juristischen Prozessen, ersetzt jedoch nicht die individuelle Beratung durch einen Anwalt.

Welche Daten nutzt die KI?

Unsere Jura KI greift auf aktuelle Gesetzestexte, Vorschriften und Rechtsprechungen zu, um Ihnen präzise Informationen zu liefern.

Ist meine Arbeit mit AnwaltGPT sicher?

Ja, wir garantieren höchste Sicherheitsstandards und schützen Ihre sensiblen Daten.

Wie funktioniert die AI-Erinnerungsfunktion?

Optional kann AnwaltGPT wichtige Informationen aus Ihren Gesprächen als Erinnerungen speichern, etwa zu Ihrer Kanzlei, laufenden Fällen oder Arbeitspräferenzen. Diese Erinnerungen sind verschlüsselt, nur für Sie sichtbar, jederzeit in den Einstellungen löschbar und werden genutzt, damit Sie Kontext in neuen Sitzungen nicht erneut erklären müssen.

Wie funktioniert das Mandantenportal?

Sie erstellen pro Mandant ein gebrandetes Portal und teilen einen sicheren Link. Mandanten greifen ohne Login im Browser zu, können Dokumente einsehen, Dateien hochladen und direkt mit Ihrer Kanzlei kommunizieren.

Was ist eine Widerklage?

Die Widerklage ist eine eigenständige Klage, die der Beklagte während eines laufenden Rechtsstreits gegen den Kläger erhebt. Statt einen gesonderten Prozess zu führen, werden Klage und Gegenklage in einem Verfahren verhandelt und in der Regel in einem Urteil entschieden. Anders als die bloße Verteidigung in der Klageerwiderung oder die Aufrechnung zielt die Widerklage auf einen eigenen Titel: Der Beklagte will nicht nur die Klage abwehren, sondern selbst etwas zugesprochen bekommen. Im Verfahren heißt er dann „Beklagter und Widerkläger", der Kläger „Kläger und Widerbeklagter".

Voraussetzungen der Widerklage

Rechtshängige Hauptklage

Die Widerklage setzt voraus, dass die Klage bei ihrer Erhebung rechtshängig ist. Sie kann bis zum Schluss der mündlichen Verhandlung erhoben werden – in der mündlichen Verhandlung oder durch Zustellung eines Schriftsatzes (§ 261 Abs. 2 ZPO). Fällt die Hauptklage später weg, etwa durch Klagerücknahme, bleibt die Widerklage bestehen.

Konnexität (§ 33 ZPO)

Der Gegenanspruch muss mit dem Klageanspruch oder mit den dagegen vorgebrachten Verteidigungsmitteln in Zusammenhang stehen. Ein rechtlicher Zusammenhang besteht etwa bei Ansprüchen aus demselben Vertrag. Ob die Konnexität nur den besonderen Gerichtsstand begründet oder eine allgemeine Zulässigkeitsvoraussetzung ist, ist umstritten; fehlt sie, kann der Mangel nach verbreiteter Ansicht durch rügeloses Einlassen (§ 39 ZPO) geheilt werden.

Gleiche Prozessart

Klage und Widerklage müssen in derselben Verfahrensart verhandelt werden können. Im Urkunden- und Wechselprozess ist eine Widerklage ausdrücklich nicht statthaft (§ 595 Abs. 1 ZPO).

Allgemeine Prozessvoraussetzungen

Als selbstständige Klage braucht die Widerklage einen bestimmten Antrag (§ 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO), ein Rechtsschutzbedürfnis und darf nicht denselben Streitgegenstand betreffen wie die Klage – die bloße Spiegelung des Klageantrags (etwa negative Feststellung gegenüber einer Leistungsklage) ist unzulässig.

Sonderformen der Widerklage

Hilfswiderklage

Die Widerklage wird nur für den Fall erhoben, dass die Klage Erfolg hat oder abgewiesen wird – zum Beispiel ein Rückgewähranspruch für den Fall, dass das Gericht den Vertrag für unwirksam hält. Die Bedingung muss ein innerprozessuales Ereignis sein.

Drittwiderklage

Die Widerklage richtet sich (auch) gegen einen bisher nicht beteiligten Dritten, etwa den Fahrer und den Halter neben dem klagenden Unfallgegner. Sie ist eine Parteierweiterung, die nach der Rechtsprechung Einwilligung oder Sachdienlichkeit voraussetzt. Eine isolierte Drittwiderklage nur gegen den Dritten lässt der BGH nur ausnahmsweise zu.

Zwischenfeststellungswiderklage

Der Beklagte beantragt die Feststellung eines vorgreiflichen Rechtsverhältnisses, damit es über den Prozess hinaus rechtskräftig geklärt wird (§ 256 Abs. 2 ZPO). Mehr dazu im Leitfaden zur Feststellungsklage.

Petitorische Widerklage

Im Besitzschutzprozess (§§ 861, 862 BGB) sind Einwendungen aus dem Recht zum Besitz grundsätzlich ausgeschlossen (§ 863 BGB). Der Beklagte kann sein Recht aber mit einer Widerklage geltend machen. Sind Klage und Widerklage zugleich entscheidungsreif und hat die Widerklage Erfolg, weist der BGH die Besitzschutzklage in entsprechender Anwendung von § 864 Abs. 2 BGB ab.

Zuständigkeit und Streitwert

Für die sachliche Zuständigkeit werden die Werte von Klage und Widerklage nicht zusammengerechnet (§ 5 Hs. 2 ZPO). Übersteigt die Widerklage vor dem Amtsgericht die Zuständigkeitsgrenze, verweist das Amtsgericht den Rechtsstreit auf Antrag einer Partei an das Landgericht (§ 506 ZPO).

Für die Gerichtsgebühren werden Klage und Widerklage dagegen grundsätzlich addiert (§ 45 Abs. 1 S. 1 GKG). Betreffen sie denselben Gegenstand, ist nur der höhere Wert maßgeblich (§ 45 Abs. 1 S. 3 GKG). Das wirkt sich unmittelbar auf das Kostenrisiko beider Seiten aus.

„Flucht in die Widerklage"

Die Widerklage ist selbst kein Angriffs- oder Verteidigungsmittel, sondern ein eigener Angriff. Sie kann deshalb nicht nach § 296 ZPO als verspätet zurückgewiesen werden. Weil dann über die Widerklage ohnehin Beweis zu erheben ist, kann sich nach der Rechtsprechung des BGH auch neues Vorbringen zur Klage einer Präklusion entziehen, wenn es dieselben Tatsachen betrifft.

Im Berufungsverfahren ist eine Widerklage nur zulässig, wenn der Gegner einwilligt oder das Gericht sie für sachdienlich hält und sie auf Tatsachen gestützt werden kann, die ohnehin zugrunde zu legen sind (§ 533 ZPO).

Widerklage: Beispiel-Anträge

Die folgenden Formulierungen zeigen den typischen Aufbau. Sie sind Strukturbeispiele, keine auf Ihren Fall zugeschnittene Vorlage.

Klageerwiderung mit Widerklage

In dem Rechtsstreit [Kläger] ./. [Beklagter], Az. [...], zeigen wir die Vertretung des Beklagten an und erheben namens und in Vollmacht des Beklagten Widerklage. Wir werden beantragen:

1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Der Kläger und Widerbeklagte wird verurteilt, an den Beklagten und Widerkläger [Betrag] EUR nebst Zinsen in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem [Datum] zu zahlen.

Hilfswiderklage

Hilfsweise, für den Fall, dass das Gericht den Vertrag vom [Datum] für unwirksam hält: Der Kläger und Widerbeklagte wird verurteilt, [Gegenstand] an den Beklagten und Widerkläger herauszugeben.

Widerklage oder Aufrechnung?

Hat der Beklagte eine Gegenforderung, kann er mit ihr auch aufrechnen. Die Aufrechnung ist ein Verteidigungsmittel: Sie bringt die Klageforderung höchstens bis zur Höhe der Gegenforderung zu Fall. Übersteigt die Gegenforderung die Klageforderung, verschafft nur eine Widerklage einen Titel über den überschießenden Betrag. In der Praxis wird deshalb häufig mit einem Teil der Gegenforderung aufgerechnet und der Rest per Widerklage geltend gemacht – oder die Widerklage hilfsweise für den Fall erhoben, dass die Aufrechnung nicht durchgreift.

  • Kein eigener Titel: Gegenforderung höher als Klageforderung, aber nur aufgerechnet.
  • Spiegelbildlicher Antrag: Widerklage betrifft denselben Streitgegenstand wie die Klage.
  • Streitwert übersehen: Erhöhtes Kostenrisiko durch Addition nach § 45 GKG nicht mit dem Mandanten besprochen.
  • Zuständigkeit: Verweisungsantrag nach § 506 ZPO nicht bedacht.
  • Drittwiderklage ohne Begründung: Sachdienlichkeit der Parteierweiterung nicht dargelegt.

Widerklagen mit AnwaltGPT vorbereiten

AnwaltGPT ist ein KI-Assistent für das deutsche Recht. Bei Widerklagen unterstützt er Recherche, Strukturierung und Entwurf – die anwaltliche Prüfung und Verantwortung ersetzt er nicht:

1. Klage und Gegenansprüche strukturieren

Laden Sie Klageschrift, Vertrag und Korrespondenz in einen Fall und lassen Sie den Sachverhalt strukturiert aufbereiten – etwa im Hinblick darauf, welche Gegenansprüche aus demselben Rechtsverhältnis in Betracht kommen. Der Fallkontext wird bei weiteren Chat-Anfragen berücksichtigt.

2. Zulässigkeit recherchieren

Der KI-Chat antwortet mit Verweisen auf Normen und Urteile, etwa zur Drittwiderklage oder zur Konnexität. Für ausführliche Berichte gibt es Deep Research (ab Premium). Prüfen Sie jede Fundstelle vor der Verwendung.

3. Klageerwiderung und Widerklage entwerfen

Lassen Sie einen ersten Entwurf mit Anträgen und Begründung erstellen und bearbeiten Sie ihn im Dokumenten-Editor oder mit dem Word Add-in weiter. Das Ergebnis exportieren Sie als Word- oder PDF-Datei. Zum Aufbau einer Klage lesen Sie auch den Leitfaden zur Klageschrift.

4. Fristen und Kostenrisiko im Blick

Die Klageerwiderungsfrist berechnen Sie mit dem Fristenrechner in der Kanzlei-Organisation und speichern Frist und Vorfrist in der Akte. Der Prozesskostenrechner dort zeigt Gerichtskosten und RVG-Gebühren je Instanz für den angesetzten Streitwert – hilfreich, um das Kostenrisiko einer Widerklage mit dem Mandanten zu besprechen.

5. Mandantendaten schützen

Ist die Pseudonymisierung aktiv, werden erkannte personenbezogene Angaben durch Platzhalter ersetzt, bevor die Anfrage an das KI-Modell geht. AnwaltGPT wird im EWR gehostet; ein AVV nach Art. 28 DSGVO ist verfügbar.

Wichtiger Hinweis

Diese Seite bietet allgemeine Informationen zur Widerklage im Zivilprozess und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. In anderen Verfahrensordnungen gelten eigene Regeln, etwa § 89 VwGO im Verwaltungsprozess. KI-generierte Entwürfe können unvollständig oder fehlerhaft sein und müssen vor der Einreichung fachlich geprüft werden.

Widerklage: Häufige Fragen

Bis wann kann eine Widerklage erhoben werden?

Grundsätzlich bis zum Schluss der mündlichen Verhandlung in erster Instanz, solange die Klage rechtshängig ist. In der Berufungsinstanz gelten die strengeren Voraussetzungen des § 533 ZPO.

Was bedeutet Konnexität bei der Widerklage?

Der Gegenanspruch muss mit dem Klageanspruch oder den Verteidigungsmitteln in rechtlichem Zusammenhang stehen (§ 33 ZPO), etwa weil beide Ansprüche aus demselben Vertrag stammen. Dann ist das Gericht der Klage auch für die Widerklage örtlich zuständig.

Wie berechnet sich der Streitwert bei einer Widerklage?

Für die Zuständigkeit werden Klage und Widerklage nicht addiert (§ 5 ZPO). Für die Gerichtsgebühren werden die Werte zusammengerechnet, sofern sie nicht denselben Gegenstand betreffen (§ 45 Abs. 1 GKG).

Kann sich eine Widerklage gegen einen Dritten richten?

Ja, als Drittwiderklage – in der Regel zusammen mit der Widerklage gegen den Kläger. Sie ist eine Parteierweiterung und setzt nach der Rechtsprechung Einwilligung oder Sachdienlichkeit voraus. Eine Widerklage nur gegen den Dritten ist lediglich in Ausnahmefällen zulässig.

Was kostet AnwaltGPT?

Mit dem kostenlosen Test-Kontingent von 30 Anfragen können Sie AnwaltGPT ohne Kreditkarte ausprobieren. Bezahlte Tarife beginnen bei €19 pro Monat. Alle Details auf der Preisseite.

Die nächste Widerklage mit KI-Unterstützung vorbereiten

Laden Sie die Klageschrift und Ihre Unterlagen hoch, lassen Sie mögliche Gegenansprüche strukturiert aufbereiten und erstellen Sie einen ersten Entwurf von Klageerwiderung und Widerklage. Der Einstieg ist kostenlos – mit 30 Anfragen, ohne Kreditkarte und ohne Vertragsbindung.