Amtliche Rechtsquellen
Über 6.000 Bundesgesetze und -verordnungen und mehr als 80.000 Gerichtsentscheidungen – live recherchiert und mit Fundstellen belegt. Alle Quellen im Detail
So funktioniert AnwaltGPT
Nicht nur Analyse. Ein Arbeitsraum für juristische Aufgaben.
AnwaltGPT bündelt Recherche, Fallkontext, Dokumentenarbeit, Kanzleiwissen und Integrationen in einer Plattform. Die KI arbeitet nicht isoliert auf einer Datei, sondern mit dem Kontext, den Ihre Kanzlei für saubere juristische Arbeit braucht.
Rechtsfragen fundiert bearbeiten
Deep Research, juristischer KI-Chat und Quellenbezug helfen dabei, Rechtsfragen zu strukturieren, Argumente zu prüfen und Ergebnisse nachvollziehbar weiterzuverwenden.
Mandate, Akten und Wissen verbinden
Fälle, Wissensdatenbanken, Vorlagen und Kanzleidokumente werden zu einem Arbeitskontext, auf den spezialisierte KI-Assistenten zugreifen können.
Entwürfe erstellen und prüfen
Vertragsgenerator, Gap-Analyse und Word Add-in unterstützen bei Entwürfen, Risikoprüfungen, Klauseln, Schreiben und Schriftsatzarbeit.
Wiederkehrende Abläufe standardisieren
Mit dem Workflow Builder lassen sich mehrstufige Aufgaben, Checklisten und interne Qualitätsstandards als wiederholbare Kanzleiprozesse abbilden.
Importieren
Akten, E-Mails, Vorlagen und Daten
Verstehen
Quellen, Risiken und Fallkontext
Bearbeiten
Recherche, Entwurf und Prüfung
Weitergeben
Word, Outlook, Portal oder Workflow
Produktüberblick
Die wichtigsten KI-Werkzeuge für den Kanzleialltag
Der Überblick zeigt die wichtigsten Module visuell, bleibt aber als Hub strukturiert: Für Details, Funktionen und SEO-Tiefe führen die Karten auf eigene Produktseiten.
Juristischer KI-Chat
Rechtsfragen strukturiert klären, Dokumente einordnen und Antworten mit Quellenbezug weiterverwenden.
Deep Research
Mehrstufige Rechtsrecherche mit Bericht, Fundstellen und nachvollziehbarer Argumentationslinie.
Vertragsgenerator
Verträge, Schreiben und Vorlagen schneller entwerfen und an den konkreten Fall anpassen.
Wissensdatenbanken
Kanzleidokumente, Vorlagen und interne Leitfäden zentral speichern und per KI abrufen.
Mandantenportal
Dokumente, Nachrichten und Workflows sicher mit Mandanten teilen, ohne Login-Hürde.
Workflow Builder
Wiederkehrende juristische Aufgaben als mehrstufige KI-Workflows standardisieren.
KI-Assistenten
Spezialisierte Assistenten für Rechtsgebiete, Teams und wiederkehrende Kanzleiabläufe konfigurieren.
Fälle
Mandate, Dokumente und KI-Kontext in digitalen Fallbereichen zusammenführen.
Gap-Analyse
Verträge und Dokumente automatisch auf Lücken, Risiken und Abweichungen prüfen.
Vorlagen
Kanzlei-Templates zentral nutzen und schneller in passende Entwürfe überführen.
Transkription
Audio- und Videoinhalte für Termine, Besprechungen und Diktate automatisch verschriftlichen.
Handelsregister
Unternehmensdaten recherchieren und relevante Registerinformationen in die Arbeit einbinden.
Legal Watchlist
Rechtsprechung, Gesetzesänderungen und relevante Entwicklungen kontinuierlich im Blick behalten.
Outlook Add-in
E-Mails direkt im Postfach analysieren, beantworten und in juristische Workflows übernehmen.
Word Add-in
Juristische Texte dort bearbeiten, prüfen und verbessern, wo Schriftsätze entstehen.
iOS App
Juristische KI-Unterstützung unterwegs für Recherche, Dokumente und schnelle Rückfragen nutzen.
E-Mail KI
Eingehende Nachrichten einordnen und Antwortentwürfe mit juristischem Kontext vorbereiten.
Datenschutz &
Datensicherheit.
AnwaltGPT arbeitet nach höchsten Datenschutzstandards. Optionale Funktionen wie gespeicherte Erinnerungen bleiben verschlüsselt, kontrollierbar und ausschließlich in Ihrem Konto sichtbar.
Kein Training mit Ihren Mandatsdaten
Ihre Eingaben und Dokumente werden nicht zum Training von KI-Modellen verwendet, sondern dienen ausschließlich der Bearbeitung Ihrer Anfragen. Die zentrale Datenverarbeitung erfolgt auf Servern in Frankfurt am Main (EU).
Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) inklusive
Wir stellen jeder Kanzlei einen AVV nach Art. 28 DSGVO zur Verfügung, konform mit den Anforderungen der BRAK und der Berufsordnung für Rechtsanwälte (§ 2 BORA).
DSGVO-konform und sicher
AnwaltGPT arbeitet nach höchsten Datenschutzstandards. Unsere Systeme entsprechen den Anforderungen der DSGVO, inklusive transparenter und kontrollierbarer Datenverarbeitung für optionale Speicherfunktionen.
Optionale Erinnerungen mit Kontrolle
Standardmäßig arbeitet AnwaltGPT sitzungsbezogen. Wenn Sie die Erinnerungsfunktion aktivieren, werden relevante Fakten verschlüsselt in Ihrem Konto gespeichert, nicht zum KI-Training genutzt und können jederzeit eingesehen oder gelöscht werden.
Anonymisierung & Pseudonymisierung
Mit einem Klick können Sie personenbezogene Daten in Texten oder Dokumenten automatisch schwärzen. Das Feature entfernt oder ersetzt Namen, Adressen und sensible Informationen.
Kundenstimmen &
Erfahrungsberichte.
Fallstudie: Dirk Semper steigert Qualität & Effizienz mit AnwaltGPT"Als Seniorpartnerin war ich zunächst skeptisch gegenüber KI-Tools im juristischen Umfeld. Doch mit AnwaltGPT hat sich das geändert: Der Vertragsgenerator liefert uns automatisch personalisierte Entwürfe, und die Tiefenrecherche bringt uns Argumente mit Quellen in Minuten statt Stunden."
"Ich bin Rechtsreferendar und nutze AnwaltGPT als meine tägliche Assistenz: ob komplexe Fragen im Arbeitsrecht oder Verkehrsrecht, die KI liefert strukturierte, nachvollziehbare Antworten, die ich selbst weiterverwenden kann."
"Wir testeten AnwaltGPT in unserer Kanzlei über einen halben Monat: Die Tiefenrecherche hat uns mehrfach auf unerwartete Rechtsprechung hingewiesen, und der Vertragsgenerator war überraschend genau. Für uns ein wichtiger Baustein in der digitalen Transformation."
Erfolg aus der Praxis
Wie AnwaltGPT den Arbeitsalltag in der Kanzlei und im Alltag transformiert
„Insgesamt bin ich jedoch froh, diese KI gefunden zu haben, und nutze sie gerne. Sie erleichtert meine Arbeit erheblich und ist im Vergleich zu ChatGPT für die anwaltliche Unterstützung absolut empfehlenswert."
„Ich vertraue grundsätzlich den Dokumentenauswertungen und konnte bislang keinen Fehler feststellen."
Einsatzbereiche
„Das, was rauskommt […] bringt mich nach vorne und ich habe das Gefühl, ich habe eine relevante strukturelle Zeitersparnis."
„Für mich klingt das, was die KI letzten Endes auswirft, immer genial."
„Das ist einfach ein Tool, das dem [...] Otto Normalverbraucher hilft oder helfen kann, rechtliche Themen besser einzuordnen [...] also juristisches Empowerment vielleicht."
„Im Unterschied zu ChatGPT sind die Verweise auf die Literatur und auf die Rechtsprechung eigentlich fast immer richtig. In irgendwie neunundneunzig Prozent der Fälle hat es bei AnwaltGPT gestimmt."
„Grundsätzlich sehe ich in der Lösung [...], die KI bietet, [...] eine unfassbar große Arbeitserleichterung bei der Formulierung von Schriftsätzen [und] bei der strukturierten Subsumtion der jeweiligen Fragestellungen."
„Ich kann als Unternehmensberater heute eine Stunde abrechnen, und die KI nimmt mir im Prinzip eine Dreiviertelstunde Arbeit ab."
Preise & Pakete
Wählen Sie das passende Modell für Ihre Kanzlei oder Rechtsabteilung.
Nur was die KI tatsächlich rechnen lässt: eine Chat-Nachricht, eine Vertragsprüfung, ein generiertes Dokument. Alles andere zählt nicht.
Alles rund um die KI-Anfrage: Dokumente hochladen, Fälle und Mandate anlegen, Akten verwalten, Antworten nachlesen, als PDF oder Word exportieren — ohne Limit.
Statt selbst ein KI-Modell zu wählen, lassen Sie AnwaltGPT für jede Frage automatisch das passende wählen — einfache Fragen laufen auf kleineren Modellen. Deshalb reicht Ihr Kontingent 50 % weiter.
Free
Einmaliges Test-Kontingent, keine Kreditkarte nötig
30 Anfragen einmalig
1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto
45 Anfragen einmalig
im Auto-Modus (50 % mehr)
Uploads, Fälle, Akten & Exporte unbegrenzt
- Alle Premium-Funktionen testen
- KI JURA Chatbot
- Dynamischer KI Vertragsgenerator
- Mit der KI über einen Vertrag sprechen
- Gesetze & Rechtsprechung mit Fundstellen
- PDF und Word Export
- Eigene Dokumente als Quelle
- Pseudonymisierung
- Direkte Quellverweise
Standard
inkl. MwSt., monatlich kündbar · Preis gilt je Nutzerkonto
20 Anfragen pro Tag
1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto
30 Anfragen pro Tag
im Auto-Modus (50 % mehr)
Uploads, Fälle, Akten & Exporte unbegrenzt
- KI JURA Chatbot
- Dynamischer KI Vertragsgenerator
- Mit der KI über einen Vertrag sprechen
- API Zugriff
- Gesetze & Rechtsprechung mit Fundstellen
- PDF und Word Export
- Pseudonymisierung
- Direkte Quellverweise
Premium
inkl. MwSt., monatlich kündbar · Preis gilt je Nutzerkonto
50 Anfragen pro Tag · 500 pro Monat
1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto
75 Anfragen pro Tag · 750 pro Monat
im Auto-Modus (50 % mehr)
Uploads, Fälle, Akten & Exporte unbegrenzt
- KI JURA Chatbot
- Dynamischer KI Vertragsgenerator
- Mit der KI über einen Vertrag sprechen
- Dokumentenmanagement
- Mandantenportal
- Handelsregister Anbindung
- Deep Research
- API Zugriff
- Gesetze & Rechtsprechung mit Fundstellen
- PDF und Word Export
- Eigene Dokumente als Quelle
Premium Plus
inkl. MwSt., monatlich kündbar · Preis gilt je Nutzerkonto
100 Anfragen pro Tag · 1.000 pro Monat
1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto
150 Anfragen pro Tag · 1.500 pro Monat
im Auto-Modus (50 % mehr)
Uploads, Fälle, Akten & Exporte unbegrenzt
- E-Mail-Postfach: Outlook live lesen und KI-Antwortentwürfe erstellen
- KI JURA Chatbot
- Dynamischer KI Vertragsgenerator
- Mit der KI über einen Vertrag sprechen
- Dokumentenmanagement
- Mandantenportal
- Handelsregister Anbindung
- Deep Research
- API Zugriff
- Gesetze & Rechtsprechung mit Fundstellen
- PDF und Word Export
- Eigene Dokumente als Quelle
Enterprise
Für individuelle Kanzlei- und Rechtsabteilungs-Setups
- Custom Hosting in Ihrer Cloud
- Freie Auswahl der LLMs
- Individuelle Integrationen
- Team-Onboarding
- Schulungen für Kanzlei und Rechtsabteilung
Der Auto-Modus lässt sich jederzeit im Chat ein- und ausschalten. Die höheren Limits gelten automatisch, solange er aktiv ist — ein Wechsel des Tarifs ist dafür nicht nötig.
Bereit für die Zukunft
der juristischen Arbeit?
Starten Sie noch heute mit AnwaltGPT und erleben Sie, wie künstliche Intelligenz Ihre juristische Arbeit revolutionieren kann.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist AnwaltGPT eine Rechtsberatung?
Nein, Anwaltgpt.de ist keine Rechtsberatung. Unsere KI bietet Unterstützung bei juristischen Prozessen, ersetzt jedoch nicht die individuelle Beratung durch einen Anwalt.
Welche Daten nutzt die KI?
Unsere Jura KI greift auf aktuelle Gesetzestexte, Vorschriften und Rechtsprechungen zu, um Ihnen präzise Informationen zu liefern.
Ist meine Arbeit mit AnwaltGPT sicher?
Ja, wir garantieren höchste Sicherheitsstandards und schützen Ihre sensiblen Daten.
Wie funktioniert die AI-Erinnerungsfunktion?
Optional kann AnwaltGPT wichtige Informationen aus Ihren Gesprächen als Erinnerungen speichern, etwa zu Ihrer Kanzlei, laufenden Fällen oder Arbeitspräferenzen. Diese Erinnerungen sind verschlüsselt, nur für Sie sichtbar, jederzeit in den Einstellungen löschbar und werden genutzt, damit Sie Kontext in neuen Sitzungen nicht erneut erklären müssen.
Wie funktioniert das Mandantenportal?
Sie erstellen pro Mandant ein gebrandetes Portal und teilen einen sicheren Link. Mandanten greifen ohne Login im Browser zu, können Dokumente einsehen, Dateien hochladen und direkt mit Ihrer Kanzlei kommunizieren.
Was ist eine Strafanzeige?
Die Strafanzeige ist die Mitteilung eines Sachverhalts an die Strafverfolgungsbehörden, der nach Auffassung des Anzeigenden den Verdacht einer Straftat begründet. Erstatten kann sie jeder – nicht nur der Verletzte. Anzeigen können bei der Staatsanwaltschaft, den Behörden und Beamten des Polizeidienstes und den Amtsgerichten mündlich oder schriftlich angebracht werden (§ 158 Abs. 1 Satz 1 StPO). Erhält die Staatsanwaltschaft auf diesem Weg Kenntnis vom Verdacht einer Straftat, hat sie den Sachverhalt zu erforschen (§ 160 Abs. 1 StPO); bei zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkten ist sie zum Einschreiten verpflichtet (Legalitätsprinzip, § 152 Abs. 2 StPO).
Strafanzeige erstatten: Adressat, Form und Inhalt
- Adressat: Staatsanwaltschaft, Polizei oder Amtsgericht (§ 158 Abs. 1 StPO). Viele Länderpolizeien bieten zusätzlich eine Online-Wache an.
- Form: Für die Strafanzeige ist keine bestimmte Form vorgeschrieben; sie kann mündlich zu Protokoll oder schriftlich erstattet werden. Eine Frist besteht nicht – die Verfolgungsverjährung (§§ 78 ff. StGB) setzt der Strafverfolgung aber zeitliche Grenzen.
- Inhalt: Eine gute Anzeige schildert den Sachverhalt chronologisch und konkret – Tatzeit, Tatort, Beteiligte, Ablauf, Schaden – und benennt Beweismittel wie Zeugen, Urkunden, Fotos oder Chatverläufe. Eine rechtliche Würdigung ist nicht erforderlich, kann aber die Bearbeitung erleichtern.
- Eingangsbestätigung: Der Verletzte erhält auf Antrag eine schriftliche Bestätigung des Eingangs seiner Anzeige, die eine kurze Zusammenfassung seiner Angaben zu Tatzeit, Tatort und angezeigter Tat enthält (§ 158 Abs. 1 Satz 3 und 4 StPO).
- Anzeige gegen Unbekannt: Ist der Täter nicht bekannt, kann die Anzeige auch gegen Unbekannt erstattet werden.
Strafanzeige oder Strafantrag?
Strafanzeige
Bloße Mitteilung eines Verdachts, die jeder erstatten kann. Sie setzt bei Offizialdelikten die Ermittlungen in Gang, ist aber keine Prozessvoraussetzung – die Staatsanwaltschaft ermittelt auch ohne sie, sobald sie Kenntnis erlangt.
Strafantrag
Bei Antragsdelikten – etwa Beleidigung (§ 194 StGB) oder Hausfriedensbruch (§ 123 Abs. 2 StGB) – ist der Strafantrag des Verletzten Voraussetzung der Strafverfolgung (§ 77 StGB). Er muss das Verlangen nach Strafverfolgung erkennen lassen und ist an die Form des § 158 Abs. 2 StPO gebunden.
Relative Antragsdelikte
Bei manchen Delikten, etwa der einfachen und fahrlässigen Körperverletzung, kann die Staatsanwaltschaft auch ohne Strafantrag einschreiten, wenn sie ein besonderes öffentliches Interesse an der Strafverfolgung bejaht (§ 230 Abs. 1 StGB).
Strafantrag: Frist und Rücknahme
- Antragsberechtigt ist grundsätzlich der Verletzte (§ 77 Abs. 1 StGB).
- Antragsfrist: drei Monate; sie beginnt mit Ablauf des Tages, an dem der Berechtigte von der Tat und der Person des Täters Kenntnis erlangt (§ 77b Abs. 1 und 2 StGB).
- Form: bei Gericht oder Staatsanwaltschaft schriftlich oder zu Protokoll, bei einer anderen Behörde schriftlich (§ 158 Abs. 2 StPO).
- Rücknahme: Der Antrag kann bis zum rechtskräftigen Abschluss des Strafverfahrens zurückgenommen werden; ein zurückgenommener Antrag kann nicht nochmals gestellt werden (§ 77d Abs. 1 StGB).
Grenzen und Risiken der Anzeige
- Keine Rücknahme bei Offizialdelikten: Eine Strafanzeige kann zwar zurückgezogen werden, die Staatsanwaltschaft bleibt bei Offizialdelikten aber zur Verfolgung verpflichtet.
- Falsche Verdächtigung: Wer wider besseres Wissen einen anderen einer rechtswidrigen Tat verdächtigt, um ein Verfahren gegen ihn herbeizuführen, macht sich strafbar (§ 164 StGB).
- Vortäuschen einer Straftat: Wer wider besseres Wissen vortäuscht, eine rechtswidrige Tat sei begangen worden, macht sich nach § 145d StGB strafbar.
- Privatklagedelikte: Bei Delikten wie Hausfriedensbruch, Beleidigung oder Sachbeschädigung (§ 374 StPO) erhebt die Staatsanwaltschaft die öffentliche Klage nur, wenn dies im öffentlichen Interesse liegt (§ 376 StPO); andernfalls verweist sie den Verletzten auf den Privatklageweg.
Nach der Anzeige: Einstellung, Beschwerde und Klageerzwingung
Bieten die Ermittlungen genügenden Anlass, erhebt die Staatsanwaltschaft die öffentliche Klage; andernfalls stellt sie das Verfahren ein (§ 170 StPO). Daneben kommen Einstellungen aus Opportunitätsgründen in Betracht, etwa nach §§ 153, 153a StPO.
- Einstellungsbescheid: Stellt die Staatsanwaltschaft ein, bescheidet sie den Antragsteller unter Angabe der Gründe; ist er zugleich Verletzter, wird er über die Beschwerdemöglichkeit und die Frist belehrt (§ 171 StPO).
- Beschwerde: Der Verletzte kann binnen zwei Wochen nach Bekanntmachung Beschwerde an den vorgesetzten Beamten der Staatsanwaltschaft einlegen (§ 172 Abs. 1 StPO).
- Klageerzwingungsverfahren: Gegen den ablehnenden Bescheid kann der Verletzte binnen eines Monats nach Bekanntmachung gerichtliche Entscheidung beantragen; der Antrag muss die Tatsachen und Beweismittel angeben und von einem Rechtsanwalt unterzeichnet sein (§ 172 Abs. 2 und 3 StPO). Bei Einstellungen nach §§ 153 ff. StPO ist er ausgeschlossen (§ 172 Abs. 2 Satz 3 StPO).
- Rechte im Verfahren: Verletzte können über ihren Rechtsanwalt Akteneinsicht nehmen (§ 406e StPO), sich unter den Voraussetzungen des § 395 StPO der öffentlichen Klage als Nebenkläger anschließen und vermögensrechtliche Ansprüche im Adhäsionsverfahren geltend machen.
Häufige Fehler
- Antragsfrist versäumt: Bei Antragsdelikten ist die Drei-Monats-Frist des § 77b StGB eine Ausschlussfrist. Eine Wiedereinsetzung gibt es nicht.
- Strafantrag nicht ausdrücklich gestellt: Bei Antragsdelikten sollte die Anzeige klar zum Ausdruck bringen, dass Strafverfolgung verlangt wird, und die Form des § 158 Abs. 2 StPO wahren.
- Unpräziser Sachverhalt: Wertungen und Vermutungen ohne konkrete Tatsachen erschweren die Ermittlungen.
- Beweismittel nicht gesichert: Nachrichten, Fotos und Dokumente sollten frühzeitig gesichert und der Anzeige beigefügt oder benannt werden.
- Beschwerdefristen übersehen: Zwei Wochen für die Beschwerde, ein Monat für den Antrag auf gerichtliche Entscheidung (§ 172 StPO).
Strafanzeige mit AnwaltGPT vorbereiten
AnwaltGPT ist ein KI-Assistent für das deutsche Recht. Bei Strafanzeigen und Strafanträgen unterstützt er Recherche, Strukturierung und Entwurf – die anwaltliche Prüfung und Verantwortung ersetzt er nicht. Die Übermittlung an Polizei oder Staatsanwaltschaft nimmt AnwaltGPT nicht vor:
1. Sachverhalt aus Unterlagen strukturieren
Laden Sie Schriftverkehr, Chatverläufe und weitere Unterlagen in einen Fall und lassen Sie eine chronologische Sachverhaltsdarstellung mit Hinweisen auf Beweismittel erstellen. Der Fallkontext wird bei weiteren Chat-Anfragen berücksichtigt.
2. Tatbestände und Antragserfordernis recherchieren
Der KI-Chat antwortet mit Verweisen auf Normen und Urteile, etwa zur Frage, ob ein Antragsdelikt vorliegt oder welche Tatbestände in Betracht kommen. Für ausführliche Berichte gibt es Deep Research (ab Premium). Prüfen Sie jede Fundstelle vor der Verwendung.
3. Anzeige, Strafantrag oder Beschwerde entwerfen
Lassen Sie einen Entwurf der Strafanzeige mit Strafantrag, eine Beschwerde gegen einen Einstellungsbescheid oder ein Mandantenschreiben erstellen und bearbeiten Sie den Text im Dokumenten-Editor oder mit dem Word Add-in weiter. Das Ergebnis exportieren Sie als Word- oder PDF-Datei.
4. Fristen notieren
Die Kanzlei-Organisation enthält einen Fristenrechner nach §§ 187–193 BGB mit Feiertagen Ihres Bundeslands und automatischer Vorfrist. Antrags- und Beschwerdefristen sehen Sie im Fristen-Cockpit kanzleiweit auf einen Blick.
5. Daten von Mandanten und Beteiligten schützen
Ist die Pseudonymisierung aktiv, werden erkannte personenbezogene Angaben durch Platzhalter ersetzt, bevor die Anfrage an das KI-Modell geht. AnwaltGPT wird im EWR gehostet; ein AVV nach Art. 28 DSGVO ist verfügbar. Mehr zum Einsatz im Strafrecht auf der Seite KI im Strafrecht.
Wichtiger Hinweis
Diese Seite bietet allgemeine Informationen zur Strafanzeige und zum Strafantrag und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. In akuten Notfällen wenden Sie sich an den Polizeinotruf 110. KI-generierte Entwürfe können unvollständig oder fehlerhaft sein und müssen vor der Verwendung fachlich geprüft werden.
Strafanzeige: Häufige Fragen
Wo kann ich eine Strafanzeige erstatten?
Bei der Staatsanwaltschaft, jeder Polizeidienststelle oder beim Amtsgericht, mündlich oder schriftlich (§ 158 Abs. 1 StPO).
Gibt es eine Frist für die Strafanzeige?
Für die Anzeige selbst nicht. Bei Antragsdelikten muss der Strafantrag aber binnen drei Monaten ab Kenntnis von Tat und Täter gestellt werden (§ 77b StGB). Zudem kann die Tat verjähren.
Kann ich eine Strafanzeige zurücknehmen?
Einen Strafantrag ja, bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens (§ 77d StGB). Bei Offizialdelikten ermittelt die Staatsanwaltschaft dagegen unabhängig davon weiter, ob der Anzeigende sein Interesse zurückzieht.
Was kann ich tun, wenn das Verfahren eingestellt wird?
Der Verletzte kann binnen zwei Wochen Beschwerde beim vorgesetzten Beamten der Staatsanwaltschaft einlegen und nach deren Zurückweisung binnen eines Monats das Klageerzwingungsverfahren betreiben (§ 172 StPO).
Was kostet AnwaltGPT?
Mit dem kostenlosen Test-Kontingent von 30 Anfragen können Sie AnwaltGPT ohne Kreditkarte ausprobieren. Bezahlte Tarife beginnen bei €19 pro Monat. Alle Details auf der Preisseite.
Die nächste Strafanzeige mit KI-Unterstützung vorbereiten
Strukturieren Sie den Sachverhalt aus den Unterlagen, prüfen Sie Antragserfordernis und Fristen und entwerfen Sie Anzeige, Strafantrag oder Beschwerde – mit Fristen sicher in der Akte. Der Einstieg ist kostenlos – mit 30 Anfragen, ohne Kreditkarte und ohne Vertragsbindung.