Strafverfahren

Adhäsionsverfahren: Schadensersatz und Schmerzensgeld im Strafprozess nach §§ 403 ff. StPO

Im Adhäsionsverfahren macht der Verletzte zivilrechtliche Ansprüche aus der Straftat direkt im Strafverfahren geltend – ohne gesonderten Zivilprozess. Dieser Leitfaden erklärt Voraussetzungen, Adhäsionsantrag, Entscheidung, Absehen, Vergleich und Kosten und zeigt, wie AnwaltGPT Verletztenvertreter bei Aktenauswertung, Recherche und Entwurf unterstützt.

30 Anfragen kostenlos · keine Kreditkarte · Hosting im EWR

Amtliche Rechtsquellen

Über 6.000 Bundesgesetze und -verordnungen und mehr als 80.000 Gerichtsentscheidungen – live recherchiert und mit Fundstellen belegt. Alle Quellen im Detail

Bundesgesetze und Verordnungen
Rechtsprechung
Österreich und Schweiz
Zitatprüfung
Websuche (optional)
Ihre Wissensdatenbanken

So funktioniert AnwaltGPT

Nicht nur Analyse. Ein Arbeitsraum für juristische Aufgaben.

AnwaltGPT bündelt Recherche, Fallkontext, Dokumentenarbeit, Kanzleiwissen und Integrationen in einer Plattform. Die KI arbeitet nicht isoliert auf einer Datei, sondern mit dem Kontext, den Ihre Kanzlei für saubere juristische Arbeit braucht.

Outlook & E-Mail KI
Spezialisierte Assistenten
Kanzlei-Wissensdatenbanken
Mandantenportal & Rechte
Recherche

Rechtsfragen fundiert bearbeiten

Deep Research, juristischer KI-Chat und Quellenbezug helfen dabei, Rechtsfragen zu strukturieren, Argumente zu prüfen und Ergebnisse nachvollziehbar weiterzuverwenden.

Fallkontext

Mandate, Akten und Wissen verbinden

Fälle, Wissensdatenbanken, Vorlagen und Kanzleidokumente werden zu einem Arbeitskontext, auf den spezialisierte KI-Assistenten zugreifen können.

Dokumente

Entwürfe erstellen und prüfen

Vertragsgenerator, Gap-Analyse und Word Add-in unterstützen bei Entwürfen, Risikoprüfungen, Klauseln, Schreiben und Schriftsatzarbeit.

Workflows

Wiederkehrende Abläufe standardisieren

Mit dem Workflow Builder lassen sich mehrstufige Aufgaben, Checklisten und interne Qualitätsstandards als wiederholbare Kanzleiprozesse abbilden.

1

Importieren

Akten, E-Mails, Vorlagen und Daten

2

Verstehen

Quellen, Risiken und Fallkontext

3

Bearbeiten

Recherche, Entwurf und Prüfung

4

Weitergeben

Word, Outlook, Portal oder Workflow

Produktüberblick

Die wichtigsten KI-Werkzeuge für den Kanzleialltag

Der Überblick zeigt die wichtigsten Module visuell, bleibt aber als Hub strukturiert: Für Details, Funktionen und SEO-Tiefe führen die Karten auf eigene Produktseiten.

Alle Produkte ansehen

Juristischer KI-Chat

Rechtsfragen strukturiert klären, Dokumente einordnen und Antworten mit Quellenbezug weiterverwenden.

Welche Anspruchsgrundlage passt?
KI

Deep Research

Mehrstufige Rechtsrecherche mit Bericht, Fundstellen und nachvollziehbarer Argumentationslinie.

Web
Gesetze
Urteile
Analysiere...

Vertragsgenerator

Verträge, Schreiben und Vorlagen schneller entwerfen und an den konkreten Fall anpassen.

Mietvertrag.docx

Wissensdatenbanken

Kanzleidokumente, Vorlagen und interne Leitfäden zentral speichern und per KI abrufen.

Vertrag.pdf
Report.pptx
Notizen.txt
Wissensbasis
Suche
Fragen
Generieren

Mandantenportal

Dokumente, Nachrichten und Workflows sicher mit Mandanten teilen, ohne Login-Hürde.

Workflow Builder

Wiederkehrende juristische Aufgaben als mehrstufige KI-Workflows standardisieren.

Workflow: NDA-Prüfung3 Schritte
Upload
Analyse
Bericht
Schritt 2/3

KI-Assistenten

Spezialisierte Assistenten für Rechtsgebiete, Teams und wiederkehrende Kanzleiabläufe konfigurieren.

Arbeitsrecht
Mietrecht
Vertragsrecht

Fälle

Mandate, Dokumente und KI-Kontext in digitalen Fallbereichen zusammenführen.

Fall #2024-0847Aktiv
Fall #2024-0623Prüfung
Fall #2024-0511Archiv

Gap-Analyse

Verträge und Dokumente automatisch auf Lücken, Risiken und Abweichungen prüfen.

DatenschutzrichtlinieKonform
InformationspflichtenTeilweise
LöschkonzeptFehlt

Vorlagen

Kanzlei-Templates zentral nutzen und schneller in passende Entwürfe überführen.

Mietvertrag
Arbeitsvertrag
NDA
Kaufvertrag

Transkription

Audio- und Videoinhalte für Termine, Besprechungen und Diktate automatisch verschriftlichen.

Handelsregister

Unternehmensdaten recherchieren und relevante Registerinformationen in die Arbeit einbinden.

Muster GmbH
HRB:123456
Sitz:Berlin

Legal Watchlist

Rechtsprechung, Gesetzesänderungen und relevante Entwicklungen kontinuierlich im Blick behalten.

BGH: Neues Urteil zu...Heute
Gesetzesänderung §...Gestern

Outlook Add-in

E-Mails direkt im Postfach analysieren, beantworten und in juristische Workflows übernehmen.

Neue E-Mail
AI Vorschlag

Word Add-in

Juristische Texte dort bearbeiten, prüfen und verbessern, wo Schriftsätze entstehen.

Word Dokument

iOS App

Juristische KI-Unterstützung unterwegs für Recherche, Dokumente und schnelle Rückfragen nutzen.

E-Mail KI

Eingehende Nachrichten einordnen und Antwortentwürfe mit juristischem Kontext vorbereiten.

E-Mail KINeu
An: [email protected]
Was sagt § 573c BGB zur Kündigungsfrist?
§ 573c BGB regelt die Fristen... [Quelle]
DSGVO Compliant
Serverstandort Frankfurt
AVV verfügbar

Datenschutz &
Datensicherheit.

AnwaltGPT arbeitet nach höchsten Datenschutzstandards. Optionale Funktionen wie gespeicherte Erinnerungen bleiben verschlüsselt, kontrollierbar und ausschließlich in Ihrem Konto sichtbar.

Kein Training mit Ihren Mandatsdaten

Ihre Eingaben und Dokumente werden nicht zum Training von KI-Modellen verwendet, sondern dienen ausschließlich der Bearbeitung Ihrer Anfragen. Die zentrale Datenverarbeitung erfolgt auf Servern in Frankfurt am Main (EU).

Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) inklusive

Wir stellen jeder Kanzlei einen AVV nach Art. 28 DSGVO zur Verfügung, konform mit den Anforderungen der BRAK und der Berufsordnung für Rechtsanwälte (§ 2 BORA).

DSGVO-konform und sicher

AnwaltGPT arbeitet nach höchsten Datenschutzstandards. Unsere Systeme entsprechen den Anforderungen der DSGVO, inklusive transparenter und kontrollierbarer Datenverarbeitung für optionale Speicherfunktionen.

Optionale Erinnerungen mit Kontrolle

Standardmäßig arbeitet AnwaltGPT sitzungsbezogen. Wenn Sie die Erinnerungsfunktion aktivieren, werden relevante Fakten verschlüsselt in Ihrem Konto gespeichert, nicht zum KI-Training genutzt und können jederzeit eingesehen oder gelöscht werden.

Anonymisierung & Pseudonymisierung

Mit einem Klick können Sie personenbezogene Daten in Texten oder Dokumenten automatisch schwärzen. Das Feature entfernt oder ersetzt Namen, Adressen und sensible Informationen.

"Als Seniorpartnerin war ich zunächst skeptisch gegenüber KI-Tools im juristischen Umfeld. Doch mit AnwaltGPT hat sich das geändert: Der Vertragsgenerator liefert uns automatisch personalisierte Entwürfe, und die Tiefenrecherche bringt uns Argumente mit Quellen in Minuten statt Stunden."

"Ich bin Rechtsreferendar und nutze AnwaltGPT als meine tägliche Assistenz: ob komplexe Fragen im Arbeitsrecht oder Verkehrsrecht, die KI liefert strukturierte, nachvollziehbare Antworten, die ich selbst weiterverwenden kann."

"Wir testeten AnwaltGPT in unserer Kanzlei über einen halben Monat: Die Tiefenrecherche hat uns mehrfach auf unerwartete Rechtsprechung hingewiesen, und der Vertragsgenerator war überraschend genau. Für uns ein wichtiger Baustein in der digitalen Transformation."

Fallstudien

Erfolg aus der Praxis

Wie AnwaltGPT den Arbeitsalltag in der Kanzlei und im Alltag transformiert

Alle Fallstudien ansehen

„Insgesamt bin ich jedoch froh, diese KI gefunden zu haben, und nutze sie gerne. Sie erleichtert meine Arbeit erheblich und ist im Vergleich zu ChatGPT für die anwaltliche Unterstützung absolut empfehlenswert."

„Ich vertraue grundsätzlich den Dokumentenauswertungen und konnte bislang keinen Fehler feststellen."

DS
Dirk Semper
Case Manager

Einsatzbereiche

Dokumentenerfassung
Fallbeschreibung und -prüfung
Juristische Einschätzung
Schriftverkehr mit Mandant:innen
Fallstudie lesen

Preise & Pakete

Wählen Sie das passende Modell für Ihre Kanzlei oder Rechtsabteilung.

Was ist eine Anfrage?

Nur was die KI tatsächlich rechnen lässt: eine Chat-Nachricht, eine Vertragsprüfung, ein generiertes Dokument. Alles andere zählt nicht.

Was ist unbegrenzt?

Alles rund um die KI-Anfrage: Dokumente hochladen, Fälle und Mandate anlegen, Akten verwalten, Antworten nachlesen, als PDF oder Word exportieren — ohne Limit.

Was ist der Auto-Modus?

Statt selbst ein KI-Modell zu wählen, lassen Sie AnwaltGPT für jede Frage automatisch das passende wählen — einfache Fragen laufen auf kleineren Modellen. Deshalb reicht Ihr Kontingent 50 % weiter.

Free

Free

Einmaliges Test-Kontingent, keine Kreditkarte nötig

30 Anfragen einmalig

1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto

45 Anfragen einmalig

im Auto-Modus (50 % mehr)

Uploads, Fälle, Akten & Exporte unbegrenzt

  • Alle Premium-Funktionen testen
  • KI JURA Chatbot
  • Dynamischer KI Vertragsgenerator
  • Mit der KI über einen Vertrag sprechen
  • Gesetze & Rechtsprechung mit Fundstellen
  • PDF und Word Export
  • Eigene Dokumente als Quelle
  • Pseudonymisierung
  • Direkte Quellverweise
Kostenlos testen

Standard

€19/ Monat pro Nutzer

inkl. MwSt., monatlich kündbar · Preis gilt je Nutzerkonto

20 Anfragen pro Tag

1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto

30 Anfragen pro Tag

im Auto-Modus (50 % mehr)

Uploads, Fälle, Akten & Exporte unbegrenzt

  • KI JURA Chatbot
  • Dynamischer KI Vertragsgenerator
  • Mit der KI über einen Vertrag sprechen
  • API Zugriff
  • Gesetze & Rechtsprechung mit Fundstellen
  • PDF und Word Export
  • Pseudonymisierung
  • Direkte Quellverweise
Kostenlos testen
Empfohlen

Premium

€49/ Monat pro Nutzer

inkl. MwSt., monatlich kündbar · Preis gilt je Nutzerkonto

50 Anfragen pro Tag · 500 pro Monat

1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto

75 Anfragen pro Tag · 750 pro Monat

im Auto-Modus (50 % mehr)

Uploads, Fälle, Akten & Exporte unbegrenzt

  • KI JURA Chatbot
  • Dynamischer KI Vertragsgenerator
  • Mit der KI über einen Vertrag sprechen
  • Dokumentenmanagement
  • Mandantenportal
  • Handelsregister Anbindung
  • Deep Research
  • API Zugriff
  • Gesetze & Rechtsprechung mit Fundstellen
  • PDF und Word Export
  • Eigene Dokumente als Quelle
Kostenlos testen

Premium Plus

€99/ Monat pro Nutzer

inkl. MwSt., monatlich kündbar · Preis gilt je Nutzerkonto

100 Anfragen pro Tag · 1.000 pro Monat

1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto

150 Anfragen pro Tag · 1.500 pro Monat

im Auto-Modus (50 % mehr)

Uploads, Fälle, Akten & Exporte unbegrenzt

  • E-Mail-Postfach: Outlook live lesen und KI-Antwortentwürfe erstellen
  • KI JURA Chatbot
  • Dynamischer KI Vertragsgenerator
  • Mit der KI über einen Vertrag sprechen
  • Dokumentenmanagement
  • Mandantenportal
  • Handelsregister Anbindung
  • Deep Research
  • API Zugriff
  • Gesetze & Rechtsprechung mit Fundstellen
  • PDF und Word Export
  • Eigene Dokumente als Quelle
Kostenlos testen

Enterprise

Auf Anfrage

Für individuelle Kanzlei- und Rechtsabteilungs-Setups

  • Custom Hosting in Ihrer Cloud
  • Freie Auswahl der LLMs
  • Individuelle Integrationen
  • Team-Onboarding
  • Schulungen für Kanzlei und Rechtsabteilung
Enterprise anfragen

Der Auto-Modus lässt sich jederzeit im Chat ein- und ausschalten. Die höheren Limits gelten automatisch, solange er aktiv ist — ein Wechsel des Tarifs ist dafür nicht nötig.

Bereit für die Zukunft
der juristischen Arbeit?

Starten Sie noch heute mit AnwaltGPT und erleben Sie, wie künstliche Intelligenz Ihre juristische Arbeit revolutionieren kann.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist AnwaltGPT eine Rechtsberatung?

Nein, Anwaltgpt.de ist keine Rechtsberatung. Unsere KI bietet Unterstützung bei juristischen Prozessen, ersetzt jedoch nicht die individuelle Beratung durch einen Anwalt.

Welche Daten nutzt die KI?

Unsere Jura KI greift auf aktuelle Gesetzestexte, Vorschriften und Rechtsprechungen zu, um Ihnen präzise Informationen zu liefern.

Ist meine Arbeit mit AnwaltGPT sicher?

Ja, wir garantieren höchste Sicherheitsstandards und schützen Ihre sensiblen Daten.

Wie funktioniert die AI-Erinnerungsfunktion?

Optional kann AnwaltGPT wichtige Informationen aus Ihren Gesprächen als Erinnerungen speichern, etwa zu Ihrer Kanzlei, laufenden Fällen oder Arbeitspräferenzen. Diese Erinnerungen sind verschlüsselt, nur für Sie sichtbar, jederzeit in den Einstellungen löschbar und werden genutzt, damit Sie Kontext in neuen Sitzungen nicht erneut erklären müssen.

Wie funktioniert das Mandantenportal?

Sie erstellen pro Mandant ein gebrandetes Portal und teilen einen sicheren Link. Mandanten greifen ohne Login im Browser zu, können Dokumente einsehen, Dateien hochladen und direkt mit Ihrer Kanzlei kommunizieren.

Was ist das Adhäsionsverfahren?

Das Adhäsionsverfahren erlaubt es dem Verletzten oder seinem Erben, einen aus der Straftat erwachsenen vermögensrechtlichen Anspruch gegen den Beschuldigten im Strafverfahren geltend zu machen (§ 403 StPO). Voraussetzung ist, dass der Anspruch zur Zuständigkeit der ordentlichen Gerichte gehört und nicht bereits anderweit gerichtlich anhängig ist. Vor dem Amtsgericht ist das ohne Rücksicht auf den Streitwert möglich. Typische Gegenstände sind Schadensersatz, Schmerzensgeld oder die Herausgabe von Sachen. Der zivilrechtliche Anspruch „hängt“ sich damit an das Strafverfahren an – daher der Name (lateinisch adhaerere, anhaften).

Der Adhäsionsantrag: Form, Inhalt und Zeitpunkt

  • Form: Schriftlich oder mündlich zur Niederschrift des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle, in der Hauptverhandlung auch mündlich (§ 404 Abs. 1 Satz 1 StPO). Rechtsanwälte übermitteln Schriftsätze als elektronisches Dokument (§ 32d StPO).
  • Zeitpunkt: Der Antrag kann bis zum Beginn der Schlussvorträge gestellt werden (§ 404 Abs. 1 Satz 1 StPO).
  • Inhalt: Gegenstand und Grund des Anspruchs müssen bestimmt bezeichnet werden; der Antrag soll die Beweismittel enthalten (§ 404 Abs. 1 Satz 2 StPO). Ein bezifferter Zahlungsantrag oder – bei Schmerzensgeld – die Angabe einer Größenordnung schafft Klarheit.
  • Zustellung: Wird der Antrag außerhalb der Hauptverhandlung gestellt, wird er dem Beschuldigten zugestellt (§ 404 Abs. 1 Satz 3 StPO).
  • Wirkung: Die Antragstellung hat dieselben Wirkungen wie die Erhebung der Klage im bürgerlichen Rechtsstreit; sie treten mit Eingang bei Gericht ein (§ 404 Abs. 2 StPO). Das betrifft insbesondere die Hemmung der Verjährung.
  • Rücknahme: Der Antrag kann bis zur Verkündung des Urteils zurückgenommen werden (§ 404 Abs. 4 StPO).

Wie entscheidet das Gericht?

Stattgabe im Urteil

Soweit der Antrag begründet ist, gibt das Gericht ihm im Strafurteil statt; die Entscheidung kann sich auf den Grund oder einen Teil des Anspruchs beschränken (§ 406 Abs. 1 StPO). Sie steht einem zivilgerichtlichen Urteil gleich (§ 406 Abs. 3 StPO).

Absehen von der Entscheidung

Das Gericht sieht von einer Entscheidung ab, soweit der Antrag unzulässig ist oder unbegründet erscheint. Es kann auch absehen, wenn sich der Antrag nicht zur Erledigung im Strafverfahren eignet – bei Schmerzensgeldansprüchen ist das nach § 406 Abs. 1 StPO ausgeschlossen. Der Anspruch kann dann vor dem Zivilgericht verfolgt werden.

Vergleich

Auf Antrag von Verletztem und Angeklagtem nimmt das Gericht einen Vergleich über die aus der Straftat erwachsenen Ansprüche in das Protokoll auf (§ 405 StPO). Der protokollierte Vergleich ist ein Vollstreckungstitel.

Vorteile für den Verletzten

  • Kein zweites Verfahren: Die im Strafverfahren erhobenen Beweise werden für den Zivilanspruch mitgenutzt.
  • Keine Wertgrenze vor dem Amtsgericht (§ 403 StPO).
  • Verjährungshemmung mit Eingang des Antrags (§ 404 Abs. 2 StPO).
  • Prozesskostenhilfe ist wie im Zivilprozess möglich, sobald die öffentliche Klage erhoben ist (§ 404 Abs. 5 StPO); siehe auch Prozesskostenhilfe-Antrag.
  • Vollstreckung aus der Entscheidung nach den Vorschriften der ZPO (§ 406b StPO).

Grenzen und Risiken

  • Das Gericht kann von einer Entscheidung absehen; das Verfahren bietet daher keine Gewähr für einen Titel.
  • Gegen das Absehen steht dem Antragsteller grundsätzlich kein Rechtsmittel zu (§ 406a Abs. 1 StPO) – der Zivilrechtsweg bleibt offen.
  • Der Angeklagte kann die Adhäsionsentscheidung mit den zulässigen Rechtsmitteln anfechten, auch ohne den strafrechtlichen Teil anzugreifen (§ 406a Abs. 2 StPO).
  • Die Entscheidung ergeht im Urteil; ohne Hauptverhandlung, etwa im schriftlichen Strafbefehlsverfahren, fehlt dafür der Rahmen.

Kosten des Adhäsionsverfahrens

Für das Verfahren über vermögensrechtliche Ansprüche des Verletzten fällt eine wertabhängige Gerichtsgebühr an, soweit dem Antrag stattgegeben wird (Nr. 3700 KV GKG). Der Rechtsanwalt erhält eine wertabhängige Verfahrensgebühr nach Nr. 4143 VV RVG im ersten Rechtszug und nach Nr. 4144 VV RVG im Berufungs- und Revisionsverfahren – zusätzlich zu den Gebühren für die Vertretung im Strafverfahren. Die konkreten Beträge hängen vom Wert des Anspruchs ab; zur Berechnung eignet sich der RVG-Rechner.

  • Kostenentscheidung: Über die durch den Antrag entstandenen Kosten entscheidet das Gericht nach § 472a StPO; bei teilweiser Stattgabe oder Absehen nach pflichtgemäßem Ermessen.
  • Abgrenzung zur Nebenklage: Adhäsion und Nebenklage lassen sich kombinieren. Die Nebenklage betrifft die Mitwirkung am Strafverfahren, das Adhäsionsverfahren den Zivilanspruch.

Adhäsionsantrag: Beispiel-Formulierung

Die folgende Formulierung zeigt den Aufbau eines Adhäsionsantrags. Sie ist ein Strukturbeispiel, keine auf Ihren Fall zugeschnittene Vorlage.

An das Amtsgericht [Ort] – Strafrichter –

In der Strafsache gegen [Name], Az. [Aktenzeichen],

stelle ich namens und in Vollmacht des Verletzten [Name] den

Adhäsionsantrag (§§ 403, 404 StPO)

und beantrage, den Angeklagten zu verurteilen, an den Antragsteller

1. Schadensersatz in Höhe von [Betrag] EUR nebst Zinsen in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit Eingang dieses Antrags,

2. ein angemessenes Schmerzensgeld, dessen Höhe in das Ermessen des Gerichts gestellt wird, mindestens jedoch [Betrag] EUR,

zu zahlen. Begründung: [Sachverhalt, Anspruchsgrundlage, Schadenspositionen]. Beweis: [Beweismittel].

Häufige Fehler

  • Antrag zu spät: Nach Beginn der Schlussvorträge ist ein Adhäsionsantrag nicht mehr möglich.
  • Anspruch zu unbestimmt: Ohne bestimmte Bezeichnung von Gegenstand und Grund ist der Antrag unzulässig.
  • Doppelte Anhängigkeit: Ist der Anspruch bereits vor dem Zivilgericht anhängig, scheidet das Adhäsionsverfahren insoweit aus (§ 403 StPO).
  • Beweise nicht benannt: Der Antrag soll die Beweismittel enthalten. Schadenspositionen sollten belegt werden, damit das Gericht nicht wegen fehlender Eignung absieht.
  • Akteneinsicht vergessen: Der Verletzte kann durch einen Rechtsanwalt Akteneinsicht erhalten (§ 406e StPO); siehe Akteneinsicht.

Adhäsionsverfahren mit AnwaltGPT vorbereiten

AnwaltGPT ist ein KI-Assistent für das deutsche Recht. Im Adhäsionsverfahren unterstützt er Aktenauswertung, Recherche und Entwurf – die anwaltliche Prüfung und Verantwortung ersetzt er nicht. Die Einreichung bei Gericht nimmt AnwaltGPT nicht vor:

1. Termine und Fristen notieren

Die Kanzlei-Organisation enthält einen Fristenrechner nach §§ 187–193 BGB mit Feiertagen Ihres Bundeslands und automatischer Vorfrist. Hauptverhandlungstermine und Wiedervorlagen sehen Sie im Fristen-Cockpit kanzleiweit auf einen Blick.

2. Ermittlungsakte und Belege auswerten

Laden Sie Ermittlungsakte, Arztberichte, Rechnungen und Fotos in einen Fall und lassen Sie Tatgeschehen, Verletzungsfolgen und Schadenspositionen strukturiert herausarbeiten. Der Fallkontext wird bei weiteren Chat-Anfragen berücksichtigt.

3. Anspruchsgrundlagen und Schmerzensgeld recherchieren

Der KI-Chat antwortet mit Verweisen auf Normen und Urteile, etwa zu §§ 823, 253 BGB oder zur Bemessung des Schmerzensgelds. Für ausführliche Berichte gibt es Deep Research (ab Premium). Prüfen Sie jede Fundstelle vor der Verwendung.

4. Adhäsionsantrag entwerfen

Lassen Sie einen ersten Entwurf des Antrags erstellen und bearbeiten Sie ihn im Dokumenten-Editor oder mit dem Word Add-in weiter. Das Ergebnis exportieren Sie als Word- oder PDF-Datei.

5. Mandantendaten schützen

Ist die Pseudonymisierung aktiv, werden erkannte personenbezogene Angaben durch Platzhalter ersetzt, bevor die Anfrage an das KI-Modell geht. AnwaltGPT wird im EWR gehostet; ein AVV nach Art. 28 DSGVO ist verfügbar.

Wichtiger Hinweis

Diese Seite bietet allgemeine Informationen zum Adhäsionsverfahren und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Ob ein Adhäsionsantrag oder eine Zivilklage zweckmäßiger ist, hängt vom Anspruch, der Beweislage und dem Stand des Strafverfahrens ab. KI-generierte Entwürfe können unvollständig oder fehlerhaft sein und müssen vor der Einreichung fachlich geprüft werden.

Adhäsionsverfahren: Häufige Fragen

Wer kann einen Adhäsionsantrag stellen?

Der Verletzte oder sein Erbe (§ 403 StPO). Der Antrag richtet sich gegen den Beschuldigten und betrifft vermögensrechtliche Ansprüche, die aus der Straftat erwachsen sind.

Bis wann muss der Adhäsionsantrag gestellt werden?

Spätestens bis zum Beginn der Schlussvorträge in der Hauptverhandlung (§ 404 Abs. 1 StPO).

Kann im Adhäsionsverfahren Schmerzensgeld verlangt werden?

Ja. Über einen Schmerzensgeldanspruch darf das Gericht nicht mit der Begründung absehen, der Antrag eigne sich nicht zur Erledigung im Strafverfahren (§ 406 Abs. 1 StPO).

Was passiert, wenn das Gericht von einer Entscheidung absieht?

Der Anspruch kann anderweit, also vor dem Zivilgericht, geltend gemacht werden (§ 406 Abs. 3 StPO).

Was kostet AnwaltGPT?

Mit dem kostenlosen Test-Kontingent von 30 Anfragen können Sie AnwaltGPT ohne Kreditkarte ausprobieren. Bezahlte Tarife beginnen bei €19 pro Monat. Alle Details auf der Preisseite.

Den nächsten Adhäsionsantrag mit KI-Unterstützung vorbereiten

Werten Sie Ermittlungsakte und Belege strukturiert aus, recherchieren Sie Anspruchsgrundlagen und Schmerzensgeld und erstellen Sie einen ersten Entwurf des Adhäsionsantrags – mit den Terminen sicher in der Akte. Der Einstieg ist kostenlos – mit 30 Anfragen, ohne Kreditkarte und ohne Vertragsbindung.