Amtliche Rechtsquellen
Über 6.000 Bundesgesetze und -verordnungen und mehr als 80.000 Gerichtsentscheidungen – live recherchiert und mit Fundstellen belegt. Alle Quellen im Detail
So funktioniert AnwaltGPT
Nicht nur Analyse. Ein Arbeitsraum für juristische Aufgaben.
AnwaltGPT bündelt Recherche, Fallkontext, Dokumentenarbeit, Kanzleiwissen und Integrationen in einer Plattform. Die KI arbeitet nicht isoliert auf einer Datei, sondern mit dem Kontext, den Ihre Kanzlei für saubere juristische Arbeit braucht.
Rechtsfragen fundiert bearbeiten
Deep Research, juristischer KI-Chat und Quellenbezug helfen dabei, Rechtsfragen zu strukturieren, Argumente zu prüfen und Ergebnisse nachvollziehbar weiterzuverwenden.
Mandate, Akten und Wissen verbinden
Fälle, Wissensdatenbanken, Vorlagen und Kanzleidokumente werden zu einem Arbeitskontext, auf den spezialisierte KI-Assistenten zugreifen können.
Entwürfe erstellen und prüfen
Vertragsgenerator, Gap-Analyse und Word Add-in unterstützen bei Entwürfen, Risikoprüfungen, Klauseln, Schreiben und Schriftsatzarbeit.
Wiederkehrende Abläufe standardisieren
Mit dem Workflow Builder lassen sich mehrstufige Aufgaben, Checklisten und interne Qualitätsstandards als wiederholbare Kanzleiprozesse abbilden.
Importieren
Akten, E-Mails, Vorlagen und Daten
Verstehen
Quellen, Risiken und Fallkontext
Bearbeiten
Recherche, Entwurf und Prüfung
Weitergeben
Word, Outlook, Portal oder Workflow
Produktüberblick
Die wichtigsten KI-Werkzeuge für den Kanzleialltag
Der Überblick zeigt die wichtigsten Module visuell, bleibt aber als Hub strukturiert: Für Details, Funktionen und SEO-Tiefe führen die Karten auf eigene Produktseiten.
Juristischer KI-Chat
Rechtsfragen strukturiert klären, Dokumente einordnen und Antworten mit Quellenbezug weiterverwenden.
Deep Research
Mehrstufige Rechtsrecherche mit Bericht, Fundstellen und nachvollziehbarer Argumentationslinie.
Vertragsgenerator
Verträge, Schreiben und Vorlagen schneller entwerfen und an den konkreten Fall anpassen.
Wissensdatenbanken
Kanzleidokumente, Vorlagen und interne Leitfäden zentral speichern und per KI abrufen.
Mandantenportal
Dokumente, Nachrichten und Workflows sicher mit Mandanten teilen, ohne Login-Hürde.
Workflow Builder
Wiederkehrende juristische Aufgaben als mehrstufige KI-Workflows standardisieren.
KI-Assistenten
Spezialisierte Assistenten für Rechtsgebiete, Teams und wiederkehrende Kanzleiabläufe konfigurieren.
Fälle
Mandate, Dokumente und KI-Kontext in digitalen Fallbereichen zusammenführen.
Gap-Analyse
Verträge und Dokumente automatisch auf Lücken, Risiken und Abweichungen prüfen.
Vorlagen
Kanzlei-Templates zentral nutzen und schneller in passende Entwürfe überführen.
Transkription
Audio- und Videoinhalte für Termine, Besprechungen und Diktate automatisch verschriftlichen.
Handelsregister
Unternehmensdaten recherchieren und relevante Registerinformationen in die Arbeit einbinden.
Legal Watchlist
Rechtsprechung, Gesetzesänderungen und relevante Entwicklungen kontinuierlich im Blick behalten.
Outlook Add-in
E-Mails direkt im Postfach analysieren, beantworten und in juristische Workflows übernehmen.
Word Add-in
Juristische Texte dort bearbeiten, prüfen und verbessern, wo Schriftsätze entstehen.
iOS App
Juristische KI-Unterstützung unterwegs für Recherche, Dokumente und schnelle Rückfragen nutzen.
E-Mail KI
Eingehende Nachrichten einordnen und Antwortentwürfe mit juristischem Kontext vorbereiten.
Datenschutz &
Datensicherheit.
AnwaltGPT arbeitet nach höchsten Datenschutzstandards. Optionale Funktionen wie gespeicherte Erinnerungen bleiben verschlüsselt, kontrollierbar und ausschließlich in Ihrem Konto sichtbar.
Kein Training mit Ihren Mandatsdaten
Ihre Eingaben und Dokumente werden nicht zum Training von KI-Modellen verwendet, sondern dienen ausschließlich der Bearbeitung Ihrer Anfragen. Die zentrale Datenverarbeitung erfolgt auf Servern in Frankfurt am Main (EU).
Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) inklusive
Wir stellen jeder Kanzlei einen AVV nach Art. 28 DSGVO zur Verfügung, konform mit den Anforderungen der BRAK und der Berufsordnung für Rechtsanwälte (§ 2 BORA).
DSGVO-konform und sicher
AnwaltGPT arbeitet nach höchsten Datenschutzstandards. Unsere Systeme entsprechen den Anforderungen der DSGVO, inklusive transparenter und kontrollierbarer Datenverarbeitung für optionale Speicherfunktionen.
Optionale Erinnerungen mit Kontrolle
Standardmäßig arbeitet AnwaltGPT sitzungsbezogen. Wenn Sie die Erinnerungsfunktion aktivieren, werden relevante Fakten verschlüsselt in Ihrem Konto gespeichert, nicht zum KI-Training genutzt und können jederzeit eingesehen oder gelöscht werden.
Anonymisierung & Pseudonymisierung
Mit einem Klick können Sie personenbezogene Daten in Texten oder Dokumenten automatisch schwärzen. Das Feature entfernt oder ersetzt Namen, Adressen und sensible Informationen.
Kundenstimmen &
Erfahrungsberichte.
Fallstudie: Dirk Semper steigert Qualität & Effizienz mit AnwaltGPT"Als Seniorpartnerin war ich zunächst skeptisch gegenüber KI-Tools im juristischen Umfeld. Doch mit AnwaltGPT hat sich das geändert: Der Vertragsgenerator liefert uns automatisch personalisierte Entwürfe, und die Tiefenrecherche bringt uns Argumente mit Quellen in Minuten statt Stunden."
"Ich bin Rechtsreferendar und nutze AnwaltGPT als meine tägliche Assistenz: ob komplexe Fragen im Arbeitsrecht oder Verkehrsrecht, die KI liefert strukturierte, nachvollziehbare Antworten, die ich selbst weiterverwenden kann."
"Wir testeten AnwaltGPT in unserer Kanzlei über einen halben Monat: Die Tiefenrecherche hat uns mehrfach auf unerwartete Rechtsprechung hingewiesen, und der Vertragsgenerator war überraschend genau. Für uns ein wichtiger Baustein in der digitalen Transformation."
Erfolg aus der Praxis
Wie AnwaltGPT den Arbeitsalltag in der Kanzlei und im Alltag transformiert
„Insgesamt bin ich jedoch froh, diese KI gefunden zu haben, und nutze sie gerne. Sie erleichtert meine Arbeit erheblich und ist im Vergleich zu ChatGPT für die anwaltliche Unterstützung absolut empfehlenswert."
„Ich vertraue grundsätzlich den Dokumentenauswertungen und konnte bislang keinen Fehler feststellen."
Einsatzbereiche
„Das, was rauskommt […] bringt mich nach vorne und ich habe das Gefühl, ich habe eine relevante strukturelle Zeitersparnis."
„Für mich klingt das, was die KI letzten Endes auswirft, immer genial."
„Das ist einfach ein Tool, das dem [...] Otto Normalverbraucher hilft oder helfen kann, rechtliche Themen besser einzuordnen [...] also juristisches Empowerment vielleicht."
„Im Unterschied zu ChatGPT sind die Verweise auf die Literatur und auf die Rechtsprechung eigentlich fast immer richtig. In irgendwie neunundneunzig Prozent der Fälle hat es bei AnwaltGPT gestimmt."
„Grundsätzlich sehe ich in der Lösung [...], die KI bietet, [...] eine unfassbar große Arbeitserleichterung bei der Formulierung von Schriftsätzen [und] bei der strukturierten Subsumtion der jeweiligen Fragestellungen."
„Ich kann als Unternehmensberater heute eine Stunde abrechnen, und die KI nimmt mir im Prinzip eine Dreiviertelstunde Arbeit ab."
Preise & Pakete
Wählen Sie das passende Modell für Ihre Kanzlei oder Rechtsabteilung.
Nur was die KI tatsächlich rechnen lässt: eine Chat-Nachricht, eine Vertragsprüfung, ein generiertes Dokument. Alles andere zählt nicht.
Alles rund um die KI-Anfrage: Dokumente hochladen, Fälle und Mandate anlegen, Akten verwalten, Antworten nachlesen, als PDF oder Word exportieren — ohne Limit.
Statt selbst ein KI-Modell zu wählen, lassen Sie AnwaltGPT für jede Frage automatisch das passende wählen — einfache Fragen laufen auf kleineren Modellen. Deshalb reicht Ihr Kontingent 50 % weiter.
Free
Einmaliges Test-Kontingent, keine Kreditkarte nötig
30 Anfragen einmalig
1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto
45 Anfragen einmalig
im Auto-Modus (50 % mehr)
Uploads, Fälle, Akten & Exporte unbegrenzt
- Alle Premium-Funktionen testen
- KI JURA Chatbot
- Dynamischer KI Vertragsgenerator
- Mit der KI über einen Vertrag sprechen
- Gesetze & Rechtsprechung mit Fundstellen
- PDF und Word Export
- Eigene Dokumente als Quelle
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- Direkte Quellverweise
Standard
inkl. MwSt., monatlich kündbar · Preis gilt je Nutzerkonto
20 Anfragen pro Tag
1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto
30 Anfragen pro Tag
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- KI JURA Chatbot
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- Gesetze & Rechtsprechung mit Fundstellen
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50 Anfragen pro Tag · 500 pro Monat
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75 Anfragen pro Tag · 750 pro Monat
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inkl. MwSt., monatlich kündbar · Preis gilt je Nutzerkonto
100 Anfragen pro Tag · 1.000 pro Monat
1 Anfrage = 1 Frage an die KI · je Nutzerkonto
150 Anfragen pro Tag · 1.500 pro Monat
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- E-Mail-Postfach: Outlook live lesen und KI-Antwortentwürfe erstellen
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Enterprise
Für individuelle Kanzlei- und Rechtsabteilungs-Setups
- Custom Hosting in Ihrer Cloud
- Freie Auswahl der LLMs
- Individuelle Integrationen
- Team-Onboarding
- Schulungen für Kanzlei und Rechtsabteilung
Der Auto-Modus lässt sich jederzeit im Chat ein- und ausschalten. Die höheren Limits gelten automatisch, solange er aktiv ist — ein Wechsel des Tarifs ist dafür nicht nötig.
Bereit für die Zukunft
der juristischen Arbeit?
Starten Sie noch heute mit AnwaltGPT und erleben Sie, wie künstliche Intelligenz Ihre juristische Arbeit revolutionieren kann.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist AnwaltGPT eine Rechtsberatung?
Nein, Anwaltgpt.de ist keine Rechtsberatung. Unsere KI bietet Unterstützung bei juristischen Prozessen, ersetzt jedoch nicht die individuelle Beratung durch einen Anwalt.
Welche Daten nutzt die KI?
Unsere Jura KI greift auf aktuelle Gesetzestexte, Vorschriften und Rechtsprechungen zu, um Ihnen präzise Informationen zu liefern.
Ist meine Arbeit mit AnwaltGPT sicher?
Ja, wir garantieren höchste Sicherheitsstandards und schützen Ihre sensiblen Daten.
Wie funktioniert die AI-Erinnerungsfunktion?
Optional kann AnwaltGPT wichtige Informationen aus Ihren Gesprächen als Erinnerungen speichern, etwa zu Ihrer Kanzlei, laufenden Fällen oder Arbeitspräferenzen. Diese Erinnerungen sind verschlüsselt, nur für Sie sichtbar, jederzeit in den Einstellungen löschbar und werden genutzt, damit Sie Kontext in neuen Sitzungen nicht erneut erklären müssen.
Wie funktioniert das Mandantenportal?
Sie erstellen pro Mandant ein gebrandetes Portal und teilen einen sicheren Link. Mandanten greifen ohne Login im Browser zu, können Dokumente einsehen, Dateien hochladen und direkt mit Ihrer Kanzlei kommunizieren.
Was ist das gerichtliche Mahnverfahren?
Das gerichtliche Mahnverfahren nach §§ 688 ff. ZPO ist ein vereinfachtes Verfahren, in dem der Gläubiger für einen Anspruch auf Zahlung einer bestimmten Geldsumme in Euro einen Vollstreckungstitel erlangen kann, ohne Klage zu erheben (§ 688 Abs. 1 ZPO). Das Mahngericht prüft nicht, ob der Anspruch tatsächlich besteht. Widerspricht der Antragsgegner dem Mahnbescheid nicht, ergeht auf Antrag ein Vollstreckungsbescheid, aus dem die Zwangsvollstreckung betrieben werden kann. Widerspricht er, kann die Sache in das streitige Verfahren übergehen.
Zulässigkeit und Zuständigkeit
- Geldforderung in Euro: Nur Ansprüche auf Zahlung einer bestimmten Geldsumme in Euro können geltend gemacht werden (§ 688 Abs. 1 ZPO). Herausgabe-, Unterlassungs- oder Feststellungsansprüche scheiden aus.
- Ausschlüsse: Das Mahnverfahren findet nicht statt für bestimmte Ansprüche aus Verbraucherdarlehensverträgen mit besonders hohem effektiven Jahreszins, wenn der Anspruch von einer noch nicht erbrachten Gegenleistung abhängt oder wenn der Mahnbescheid öffentlich zugestellt werden müsste (§ 688 Abs. 2 ZPO).
- Zuständiges Mahngericht: Ausschließlich zuständig ist das Amtsgericht, bei dem der Antragsteller seinen allgemeinen Gerichtsstand hat – unabhängig vom Streitwert (§ 689 Abs. 2 ZPO). Die Länder haben die Mahnsachen bei zentralen Mahngerichten konzentriert (§ 689 Abs. 3 ZPO).
- Antragsteller mit Sitz im Ausland: Hat der Antragsteller im Inland keinen allgemeinen Gerichtsstand, ist das Amtsgericht Wedding in Berlin ausschließlich zuständig (§ 689 Abs. 2 Satz 2 ZPO).
Ablauf des Mahnverfahrens
1. Mahnantrag
Der Antrag muss insbesondere die Parteien, das Gericht und den Anspruch unter bestimmter Angabe der verlangten Leistung bezeichnen; Haupt- und Nebenforderungen sind gesondert und einzeln aufzuführen (§ 690 Abs. 1 ZPO). Rechtsanwälte dürfen den Antrag nur in maschinell lesbarer Form übermitteln (§ 690 Abs. 3 Satz 2 ZPO).
2. Mahnbescheid
Ist der Antrag zulässig, erlässt das Gericht den Mahnbescheid und stellt ihn dem Antragsgegner zu. Er enthält den Hinweis, dass das Gericht nicht geprüft hat, ob dem Antragsteller der Anspruch zusteht, und fordert den Antragsgegner auf, binnen zwei Wochen zu zahlen oder Widerspruch zu erheben (§ 692 Abs. 1 ZPO).
3. Vollstreckungsbescheid
Erhebt der Antragsgegner keinen Widerspruch, erlässt das Gericht auf Antrag den Vollstreckungsbescheid – frühestens nach Ablauf der Widerspruchsfrist (§ 699 Abs. 1 ZPO). Wird der Antrag nicht binnen sechs Monaten seit Zustellung des Mahnbescheids gestellt, fällt dessen Wirkung weg (§ 701 ZPO).
Widerspruch und streitiges Verfahren
- Der Antragsgegner kann gegen den Anspruch oder einen Teil davon Widerspruch erheben, solange der Vollstreckungsbescheid nicht verfügt ist (§ 694 Abs. 1 ZPO). Mehr dazu im Leitfaden zum Widerspruch gegen den Mahnbescheid.
- Nach rechtzeitigem Widerspruch gibt das Mahngericht den Rechtsstreit auf Antrag einer Partei an das im Mahnbescheid bezeichnete Streitgericht ab (§ 696 Abs. 1 ZPO).
- Der Antragsteller wird aufgefordert, seinen Anspruch binnen zwei Wochen in einer der Klageschrift entsprechenden Form zu begründen (§ 697 Abs. 1 ZPO).
- Gegen den Vollstreckungsbescheid ist der Einspruch statthaft; er steht einem Versäumnisurteil gleich, die Einspruchsfrist beträgt zwei Wochen (§ 700 Abs. 1 ZPO i. V. m. § 339 ZPO).
Kosten des Mahnverfahrens
- Gerichtskosten: Für das Mahnverfahren fällt eine 0,5-Gebühr mit Mindestbetrag an (Nr. 1100 KV GKG). Sie wird im nachfolgenden streitigen Verfahren auf die Verfahrensgebühr angerechnet.
- Anwaltsgebühren: Für die Vertretung des Antragstellers entsteht eine 1,0-Verfahrensgebühr (Nr. 3305 VV RVG), für den Antrag auf Erlass des Vollstreckungsbescheids eine weitere 0,5-Gebühr (Nr. 3308 VV RVG). Die Vertretung des Antragsgegners löst eine 0,5-Gebühr aus (Nr. 3307 VV RVG).
- Überschlag: Mit dem RVG-Rechner lassen sich die Anwaltsgebühren je Gegenstandswert überschlagen. Maßgeblich ist stets die aktuelle Fassung von GKG und RVG.
Mahnverfahren und Verjährung
- Hemmung: Die Zustellung des Mahnbescheids hemmt die Verjährung (§ 204 Abs. 1 Nr. 3 BGB). Erfolgt die Zustellung demnächst, wirkt sie auf den Zeitpunkt der Antragseinreichung zurück (§ 167 ZPO).
- Individualisierung: Die Hemmung setzt voraus, dass der Anspruch im Mahnantrag so bezeichnet ist, dass er von anderen Ansprüchen unterschieden werden kann. Pauschale Angaben bergen das Risiko, dass die Verjährung nicht gehemmt wird.
- Ende der Hemmung: Die Hemmung endet sechs Monate nach der rechtskräftigen Entscheidung oder anderweitigen Beendigung des Verfahrens; gerät das Verfahren in Stillstand, weil die Parteien es nicht betreiben, tritt an die Stelle der Beendigung die letzte Verfahrenshandlung (§ 204 Abs. 2 BGB). Das ist etwa relevant, wenn nach einem Widerspruch kein Abgabeantrag gestellt wird.
Besondere Mahnverfahren
- Arbeitsgerichtliches Mahnverfahren: Für Ansprüche, für die die Arbeitsgerichte zuständig sind, gelten die ZPO-Vorschriften mit den Abweichungen des § 46a ArbGG.
- Europäisches Mahnverfahren: Für grenzüberschreitende Geldforderungen in Zivil- und Handelssachen steht das Verfahren nach der Verordnung (EG) Nr. 1896/2006 zur Verfügung; in Deutschland ist hierfür das Amtsgericht Wedding zuständig (§ 1087 ZPO).
- Urkunden-, Wechsel- und Scheckmahnverfahren: Der Mahnbescheid kann auch im Urkundenprozess beantragt werden (§ 703a ZPO).
Häufige Fehler
- Unzureichende Bezeichnung des Anspruchs: Fehlt die Individualisierung, kann die Verjährungshemmung ausbleiben – besonders kritisch bei Forderungen kurz vor Jahresende.
- Bestrittene Forderungen: Ist ein Widerspruch absehbar, verzögert das Mahnverfahren den Prozess; eine Klage kann der schnellere Weg sein.
- Sechsmonatsfrist versäumt: Wird der Antrag auf Erlass des Vollstreckungsbescheids nicht rechtzeitig gestellt, fällt die Wirkung des Mahnbescheids weg (§ 701 ZPO).
- Verfahren nicht weiterbetrieben: Nach einem Widerspruch muss die Abgabe beantragt und der Anspruch begründet werden. Ein Stillstand kann die Verjährungshemmung beenden.
- Gegenleistung offen: Hängt der Anspruch von einer noch nicht erbrachten Gegenleistung ab, ist das Mahnverfahren unzulässig (§ 688 Abs. 2 Nr. 2 ZPO).
Mahnverfahren mit AnwaltGPT vorbereiten
AnwaltGPT ist ein KI-Assistent für das deutsche Recht. Im Mahnverfahren unterstützt er Recherche, Aufbereitung der Forderung und Entwurf – die anwaltliche Prüfung und Verantwortung ersetzt er nicht. Den Mahnantrag stellt AnwaltGPT nicht beim Mahngericht:
1. Forderung aufbereiten
Laden Sie Verträge, Rechnungen, Mahnungen und Korrespondenz in einen Fall und lassen Sie Hauptforderung, Nebenforderungen, Fälligkeiten und Rechnungsdaten strukturiert herausarbeiten. Der Fallkontext wird bei weiteren Chat-Anfragen berücksichtigt.
2. Zulässigkeit und Verjährung recherchieren
Der KI-Chat antwortet mit Verweisen auf Normen und Urteile, etwa zu den Anforderungen an die Individualisierung des Anspruchs oder zu § 688 Abs. 2 ZPO. Für ausführliche Berichte gibt es Deep Research (ab Premium). Prüfen Sie jede Fundstelle vor der Verwendung.
3. Anspruchsbegründung entwerfen
Nach einem Widerspruch lassen Sie die Anspruchsbegründung nach § 697 ZPO oder ein Mandantenschreiben zum weiteren Vorgehen entwerfen und bearbeiten den Text im Dokumenten-Editor oder mit dem Word Add-in weiter. Das Ergebnis exportieren Sie als Word- oder PDF-Datei.
4. Fristen und Kosten im Blick behalten
Die Kanzlei-Organisation enthält einen Fristenrechner nach §§ 187–193 BGB mit automatischer Vorfrist und einen Prozesskostenrechner für Gerichtskosten und RVG-Gebühren je Instanz. Begründungs- und Einspruchsfristen sehen Sie im Fristen-Cockpit kanzleiweit auf einen Blick.
5. Mandantendaten schützen
Ist die Pseudonymisierung aktiv, werden erkannte personenbezogene Angaben durch Platzhalter ersetzt, bevor die Anfrage an das KI-Modell geht. AnwaltGPT wird im EWR gehostet; ein AVV nach Art. 28 DSGVO ist verfügbar.
Wichtiger Hinweis
Diese Seite bietet allgemeine Informationen zum gerichtlichen Mahnverfahren und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Gebührentatbestände und Beträge ändern sich; maßgeblich ist stets die aktuelle Fassung von ZPO, BGB, GKG und RVG. KI-generierte Entwürfe können unvollständig oder fehlerhaft sein und müssen vor der Verwendung fachlich geprüft werden.
Mahnverfahren: Häufige Fragen
Welches Gericht ist für den Mahnbescheid zuständig?
Ausschließlich das Amtsgericht am allgemeinen Gerichtsstand des Antragstellers, unabhängig vom Streitwert (§ 689 Abs. 2 ZPO). Die Länder haben dafür zentrale Mahngerichte eingerichtet.
Prüft das Mahngericht, ob die Forderung besteht?
Nein. Das Mahngericht prüft nur die formellen Voraussetzungen; der Mahnbescheid weist ausdrücklich darauf hin, dass der Anspruch nicht geprüft wurde (§ 692 Abs. 1 Nr. 2 ZPO).
Hemmt der Mahnbescheid die Verjährung?
Ja, mit seiner Zustellung (§ 204 Abs. 1 Nr. 3 BGB), bei demnächst erfolgender Zustellung rückwirkend auf die Einreichung des Antrags (§ 167 ZPO). Voraussetzung ist eine hinreichende Individualisierung des Anspruchs.
Was passiert nach einem Widerspruch?
Auf Antrag gibt das Mahngericht die Sache an das Streitgericht ab (§ 696 Abs. 1 ZPO). Der Antragsteller begründet den Anspruch dann wie in einer Klageschrift (§ 697 Abs. 1 ZPO).
Was kostet AnwaltGPT?
Mit dem kostenlosen Test-Kontingent von 30 Anfragen können Sie AnwaltGPT ohne Kreditkarte ausprobieren. Bezahlte Tarife beginnen bei €19 pro Monat. Alle Details auf der Preisseite.
Das nächste Mahnverfahren mit KI-Unterstützung vorbereiten
Bereiten Sie die Forderung sauber auf, prüfen Sie Zulässigkeit und Verjährung und entwerfen Sie die Anspruchsbegründung – mit Fristen sicher in der Akte. Der Einstieg ist kostenlos – mit 30 Anfragen, ohne Kreditkarte und ohne Vertragsbindung.